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Vernehmen wir ihr amtliches Organ: „Die Regene-ration des französischen Volkes, die Errichtung der Republikmußten nothwendiger Weise die Verbesserung der vul-gären Zeitrechnung herbeiführen. Wir durften die Jahre, inwelchen uns die Könige unterjocht hatten, nicht als eine Zeit,in der wir gelebt, zählen. Die Vorurtheile des Thrones undder Kirche und die Lügen beider besudelten jede Seite'des vonuns benutzten Kalenders. Ihr habt diesen Kalender verbessert,Ihr habt einen anderen statt seiner eingeführt.... Derlange Gebrauch des gregorianischen Kalenders hat das Ge-dächtniß des Volkes mit einer beträchtlichen Anzahl von Bil-dern, die es stets verehrt hat und die noch die Quelle seinerreligiösen Irrungen sind, angefüllt. An die Stelle die-ser Traumgebilde der Unwissenheit muß die Wirklichkeit derVernunft und an die Stelle des Priestertrugs die Wahr-heit der Natur treten." ')
Demzufolge wird die an das große Werk der Schöpfungerinnernde Siebenzahl durch das Decadarsystem verdrängt.Die Benennung der Monate richtet den Gedanken auf die at-mosphärischen Veränderungen und die der einzelnen Tage bie-tet dem Menschen, statt ihm die Beispiele und Wohlthateneines Heiligen zu erzählen, ein Samenkorn, eine Pflanze, einThier, ein Ackerinstrument zur Betrachtung dar. Diese bestän-dige obligate Betrachtung der Produkte der wohlthätigen Natur,der Werkzeuge und Lastthiere, die beim Feldbau zur Verwen-dung kommen, soll den Menschen nicht nur zum antiken Mate-rialismus zurückführen, sondern auch aus den Franzosen einganzes Volk von Cincinnatus durch die Liebe zur Landwirth-schaft machen. „Ein rührender Gedanke," ruft der Berichter-statter >aus, „der unsere Nährväter nur mild stimmen und ihnenendlich zeigen kann, daß mit der Republik die Zeit gekommen,
1) Belicht, in der Sitzung vom 3. Brumaire des Jahres II im Name»der mit der Ausarbeitung des Kalenders beauftragten Commissionvon Fabre d'Eglantine erstattet.