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Fünfzehntes Kapitel.

Apotheose Marat's.

Notiz über Maral — Leine blutdürstigen Anträge - SeinPorträt — Seine Sitten — Bon den Pariser Sectionen gestelltesBegehren seiner Apotheose — Sie beantragen, ihn i» ganz Frank-reich verehren zu lassen — Klassische Rede David's — Ehren, dieder Convent Marat erweist — Man betet sein Herz in der Kircheder Cordeliers an — Manien ihm zu Ehren — Seine Reliquienwerden in einer auf dem Carronsselplatze erbauten Kapelle geehrt- Seine öffentliche Verehrung dauert vierzehn Monate — Seineamtliche Apotheose — Sein Fest in den Provinzen, in Besanzwn,Port-Malo und Bourg-Rogener«.

Marat war kein Franzose. Aus dem Genfer Gebiete ge-bürtig war er Verdienstes halber nach Frankreich, wo er dieArzneikunde betrieb, gekommen. Die Revolution macht ihnzum Besessenen. Der Reihe nach Redacteur des „Ami duPeuple", und Abgeordneter von Paris zu dem Konvente, sprichter nur von Aufstand, Mord und Brandstiftung. Schon imMonat August 1789 fordert er, man solle achthundert Deputirtean achthundert Bäumen des Tuileriengartens aufknüpfen. Ersann zuerst das fluchwürdige Project aus, die Gefängnisse derRepublik durch ein allgemeines Blutbad zu leeren. Er hatteanfänglich die Verbrennung vorgeschlagen, doch ward dem Stahlder Mörder der Vorzug gegeben. Schon am Morgen des 2. Sep-tember 1792 beginnen die Blut- und Schandtage, deren Ein-zelheiten ja hinlänglich bekannt sind. Damit man an demAntheile, den er an ihnen hat, durchaus nicht zweifle, unter-zeichnet Marat am 5. September das Circular, welches derSicherheitsausschuß der Pariser Gemeinde an alle Muni-cipalitäten Frankreichs richtet, um sie aufzufordern, ihre Ge-fängnisse auf die in Paris befolgte Weise zu säubern. ')

1) Dieses Gebe,Matt einer infernalischen Reform ist zur ewigen Schmachseiner Unterzeichner noch vorhanden.