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Dieses stets blutdürstigere Ungeheuer schreit ohne Unter-laß, Frankreich sei voll von Volksbedrückern, beantragt dieNiedersetzung eines Ausschusses mit dem Austrage, die Ver-dächtigen verhaften zu lassen, ertheilt Vollmachten zu Verhaf-tungen, fordert hunderttausend Verwandte von Ausgewandertenals Geiseln, verlangt, um Frankreich zu regeneriren, zweimal«hundertsiebzigtausend Köpfe und begleitet diese entsetzliche For-derung mit einer vielleicht noch fürchterlicheren Drohung.„Frankreich," sagt er. „kann erst frei, glücklich und mächtig wer-den , wenn es zweimalhundertsiebzigtausend Aristokraten undzwei Dritttheile der Mitglieder des Konvents umgebracht hat.Wenn Ihr mir die Köpfe, die ich in der Gerechtigkeit fordere,nicht bewilligt, so wird das erbitterte Volk in seiner Wuthderen noch weit mehr abschlagen."
Dieses Tigergebrüll fand unerhörter Weise Anklang undMenschen zeigten sich untröstlich, weil sie die von Marat ge-forderte Schlächterei nicht zur Erfüllung kommen sahen. SeinCollege Milhaut, Deputirter von Cantal, sagte auf der Tri-büne: „Marat, der Freund des Volkes, hat mit vie-lem Rechte gesagt, die Revolutionskeule müsse zurBefestigung der Freiheit noch zweimalhundert-tausend Köpfe treffen. Ei doch, Bürger, zweimalhun-derttausend freie Männer sind schon in den Gefechten undSchlachten umgekommen. Wer von uns würde nicht, um solchesUnheil zu beseitigen, wenn er alle Verschwörer, alle Verrätherunter dem Schwerte der Freiheit gehabt hätte, sie nicht sämmt-lich vernichtet haben? Dieser edle Jakobiner hätte sich, wenner durch die Vergießung d.es Blutes aller Tyrannen undihrer Trabanten auch nur einen Freund der Freiheit gerettethätte, um die Menschheit verdient gemacht." ')
Was Marat unter Volk versteht, ist der Pariser Pöbel.Er ist sein Freund, sein Tribun, sein Gott; er spricht wie derPöbel, schreibt in seinem gemeinen Jargon, ahmt sogar
1) Monit. ebendas.