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Sechzehntes Kapitel.
Sociale Institutionen.
(Schluß.)
Die Revolution beruft alle Künste zu ihrer Selbstverherr-üchung — Heidnischer Naturalismus — Die Zurichtung der Musiknach den, Muster der antiken Musik — Wie heißt das letzte Wortder Revolution? — Merkwürdiges Geständniß des Franz vonReufchätean — Worte Leqninio's — Wieder erneuerte gymnastischeUebungen der Griechen — Wettlauf, Ningkampf — OlympischeSpiele — Wagen - und Pferderennen — Pauloti, Peuchet, Talley-rand, Danton — Feier der olympischen Spiele — SpartanischeMahlzeiten — Worte Barrbre's nnd Payan's — Frtinkisch-savoyar-dische Mahlzeit.
Das Alterthum hatte, um seine großen Männer zu ver-herrlichen, seine Siege zu besingen, seine Krieger im Kampfeaufzumuntern, die Künste um ihren Beistand aufgefordert.Was thun die Maler, die Bildhauer, die Dichter Griechen-lands und Italiens gemeiniglich anders, als daß sie den Men-schen verherrlichen, indem sie entweder seine Züge reproducirenoder seine Großthaten preisen, mitunter auch indem sie seineLeidenschaften unter der Gestalt von Gottheiten geradezu ver-göttern ?
Dieses Beispiel ahmt die Revolution getreulich nach.Rouget de Lisle, Chsnier, Desorgues, Lebrun,Mehul, Gossec, Beauvalled, David sind ihre Bild-hauer, ihre Maler und ihre Dichter. Von ihrem Geiste be-seelt, arbeiten sie auch für sie. Man suche eine Statue, einGemälde, einen Kupferstich, ein Gedicht der damaligen Zeit,welches die Verherrlichung einer Idee, eines Gegenstandesaus dem übernatürlichen Gebiete zum Zwecke hatte; wir könnensolcher Kunstwerke keine finden. Malerei, Sculptur, Poesie,Alles reducirt sich auf den heidnischen Naturalismus, in welchensich der Mensch selbst verschlossen hat.