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Nun hatte aber, wie man sagt, die kriegerische Musik inden antiken Republiken eine wichtige Rolle gespielt. Tyrtäusist, Dank dem klassischen Unterrichte, eine dem Volke wohlbe-kannte Persönlichkeit. Die Revolution, deren Element derKrieg oder die vielmehr der Krieg selbst ist, beeilt sich, ihmNachfolger zu geben. Sie erhebt die kriegerische Musik zudem Range einer socialen Institution. Der Zweck, den siesich vorsetzt, die Autoritäten, auf die sie sich beruft, die Ge-sinnung, die ihre Musiker beseelen soll und die Revolutionselbst beseelt, alle diese Dinge werden uns auf eine jedenZweifel beseitigende Weise von einem der Minister des Direk-toriums, Franz von NeufchLteau, offenbart.
Derselbe wandte sich bei einer feierlichen Gelegenheit andie Schüler des Conservatoriums mit folgenden Worten:„Junge Bürger, zieht die Orakel der Weisheit zu Rathe;befragt die Größten unter den Philosophen; Plato, der Ersteunter diesen, legte einen so hohen Werth auf die Musik, daßer es nicht verschmähte, die Töne, welche zu den Tugendenaufmuntern, zuordnen; ein anderer, Aristoteles, betrachteteEure Kunst als einen der Schmelztiegel, worin die Sitteneiner Nation geläutert werden. Im Alter von achtzig Jahrennahm der Tugendhafteste unter den Römern, Cato, Unter-richt in der Musik und seufzte, weil er solchen nicht schonfrüher erhalten hatte. Die Schüler des Pythagoras nahmenzur Musik ihre Zuflucht, um sich zu Thaten großer Selbstver-leugnung aufzumuntern. Ach, wer von uns wird sich je, ohnebewegt zu werden, jenes Liedes vor den Schlachten, das un-seren Streitern so oft schon zu ihrem Siege verhalf, erinnern?"„....So hatte sich SpartaEhrenfelder, so Griechen-land Triumph über Zierxes unter den melodischenAkkorden seiner Krieger errungen.... Besinget so-mit die Tugenden, besinget die Sitten, besinget die vielge-liebten Manen unserer Vertheidiger; preiset imLiede die Unsterblichkeit des Vaterlandes.... Beweiset, daß,wenn die Helden und die Tugenden den freien Völkern ange-