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Wann die katholische Kirche in den Straßen und auföffentlichen Plätzen, am Rande der Wege und an die Fandender Häuser Kreuze, Statuen und Bilder Maria's und derHeiligen stellte, so wollte sie damit bewirken, daß der verbannteMensch die tröstliche Erinnerung an sein Vaterland ohne Unter-laß vor Augen habe. Die Revolution will, daß sich das klas-sische Alterthum überall seinen Blicken darbiete. Ein Dccretdes öffentlichen Wohlfahrtsausschusses vom 25. Floroal desJahres IX verordnet, „daß die zwischen den Bäumen des bo-tanischen Nationalgartens sich erstreckenden Vierecke mit mar-mornen aus den Nationalhäuser» zu nehmenden Monumentengeschmückt, und Exedras, ähnlich denen, in welchen diegriechischen Philosophen ihre Unterrichtsstundenertheilten, dort eingeführt werden sollten." ')

In seinem Berichte an den Convent über dieNationalfeste verlangt Loquinio, man solle in allen Ge-meinden Circus errichten und die Jugend, wie vor Zeiten dieatheniensische und spartanische, sich daselbst den gymnastischenUebungen widmen. „In den Dörfern," sagt er, „wird esebenso einfach als nützlich sein, für den Sommer derartigeCircus, worin alle Zuschauer, sitzend und ohne Müdigkeit zuempfinden, des Festes sich freuen können, in Rasen zu erbauen.Mit den Uebungen des Geistes sollen sich die des Körpersverbinden. Wettrennen, Ringkämpfe und die sonstigengymnastischen Uebungen sollen stete Nahrungsmittel fürden Wetteifer der Jugend abgeben. Die den jungen Leutenertheilten Preise sollen in einem Eichen kränze, einem Ele-mentarbuche, einem Lorbeerzweige nebst der väterlichen Um-armung des ältesten Greises bestehen. Dies ist die dem repu-blikanischen Sinn am Besten entsprechende Belohnungsweise."

Was die Wagen- und Pferderennen betrifft, so war eseiner d>er ersten Gedanken der Revolution, sie wieder herzu-stellen. Schon im Jahre 1790 veröffentlicht Lafont-Pauloti

1) Woich. ebendas. 2) Seite 13.