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Ende ist mit einem feuerfarbigen, auf der linken Seite zueiner Schleife mit zwei kleinen goldenen Eicheln geschürztenBande besetzt. Im Knoten steckt eine nach hinten sich biegendedreifarbige Feder. Diese Tracht hat, man muß ge-stehen, etwas Imposantes und Senatorische s."')

Die Reminiscenzen Athens und Roms nehmen die Geistermehr als je in Besitz. Während die hohen Beamten dasPallium und die Toga adoptiren, lassen auch die Frauenin ihrer Tracht die Republikanerinnen des Alterthums wiederaufleben.

Im Ueberdrusse darüber, daß sie die beiden Winter von1792 und 1793 ohne Vergnügungen hatten zubringen müssen,entschädigen sie sich hierfür während des Winters von 1794.Niemals sah Paris so viele Feste, Concerte, Schauspiele,Bälle und Gastmahle. Der Vernachlässigung, die man unterder Schreckensherrschaft afsectirt hatte, folgt der Glanz derZierrathen und der Schmucksachcn. Sowohl im Theater, aufden Boulevards, in den öffentlichen Gärten wie in den Salonstreten die Frauen als Griechinnen und Römerinnen gekleidetauf. Die Königin der damaligen Zeit, Madame Tallien,mit dem Beinamen Notre-Dame de Thermidor, gibtden Ton an und die Begeisterung für das klassische Costümwird bis zur empörendsten Verletzung alles Anstandsgefühlesgetrieben.

Ganz nach Vorschrift der „Philosophischen Decade« läßtdas auf der Seite bis über das Knie geschlitzte Kleid dasbloße Bein durchblicken. Die mit Bracelets geschmückten Beinesind nackt, ebenso auch die Füße, deren Zehen in Diamantenund Smaragden gefaßte Ringe tragen. Einfache Sandalen,die durch farbige Bänder am Fuße befestigt sind, bildendie ganze Fußbekleidung. Eine in atheniensischem Schnittegefertigte Tunica kennzeichnet die Taille und läßt Arme undNacken entblößt. Auf den Schultern flattert eine Schärpe,

1) Monit. v. 3. Ventöse des Jahres VI.