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er, „haben ihren Sulla gehabt, auch in den Ge schicken derfranzösischen Republik stand geschrieben, daß sie den ihrigenhaben sollte. Ein Verschwörer, den man entdeckt, wird nurnoch um so wüthender. Catilina kannte kein Maaß undkeine Grenzen mehr, als Cicero dem Senate entdeckt undbewiesen hatte, daß er gegen die Freiheit conspirirte. Sat-in st sagte von diesem herrschsüchtigen Verschwörer, er sei vonNatur zum Bösen geneigt gewesen und habe sich mit demVerbrechen vertraut gemacht; sein Geist sei unternehmend, ver-schlagen, zu jeder Verstellung geschickt gewesen; bei einer der-artigen Gemüthsverfassung gerieth er auf den unsinnigen Ge-danken, sich der Republik zu bemächtigen. Ist das nicht dassprechende Bild des französischen Catilina?"')
Dieselbe heidnische Sprache vernehmen wir auch von denLehrstühlen der Professoren. In der am 6. September 1791in Paris gehaltenen Eröffnungsrede der Rechtsschule findetsich Folgendes: „Vor Allem sind wir Bürger und müssen dieLiebe und das Beste des Vaterlandes im Auge haben. Ja,das Vaterland, das Vaterland ist Alles für den Bürger. Manliebt sich wahrhaft selbst, wenn man das Vaterland liebt.Der unbeugsame Römer opfert seine Kinder fürdas Wohl der Republik; er gebietet ihre Hinrich-tung, er thut noch mehr, er schaut ihr selbst mitzu. Der Vater ist im Consul ganz aufgegangen und wie ver-nichtet. Die Natur erbebt; allein das Vaterland, stärker alsdie Natur, gibt ihm ebenso viele Kinder zurück, als er durchden Verlust seines eigenen Blutes Bürger bewahret. Einsolches Herz müßt auch Ihr mit hierher bringen;bei jeder anderen Gesinnung würdet Ihr Euren Zweck ver-fehlen. Die Schule des öffentlichen Rechtes soll die Schuleder socialen Tugenden werden, und wenn sich, wie ich nichtvermuthe, Einer unter Euch befindet, dessen Herz sein Daseinoder seine Familie dem Vaterlande vorzieht, der entferne
1) Monit. v. 2. Aug. 1797.