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„Man hat sogar manche Länder, wie z. B. Frankreich, ge-sehen, wo der König und die beiden Versammlungen der No-tabeln, um eine nützliche Einrichtung, das Decimalmaß- undi Gewichtssystem zu benennen, feierlichst alle französischen Wörter, verbannt haben, um auf legislativem Wege durch und durchbarbarische, wie eontisro, millilitro, deren Kopf den Lateinern,deren Leib den Griechen entliehen ist und die nichts Franzö-sisches haben, als die äußerste Spitze des Schweifes, stattihrer einzuführen.
„Und doch werden diese pedantischen Gesetzgeber von Bar-barismen, diese amtlichen Verderber der französischen Sprachefortfahren, gegen das barbarische Latein der Scholastik zuFelde zu ziehen, sie, welche das französische Volk bei Geld-strafe nöthigten, ein barbarisches Französisch zu reden." ')
Wir müssen jedoch, um gerecht zu sein, zugeben, daß die' Revolution hierin sowohl wie in vielen anderen Dingen nur! die Beispiele der Renaissance befolgte. Im fünfzehnten, sech-zehnten und siebenzehnten Jahrhundert findet man sehr selteneinen Gelehrten, der seine Bücher nicht mit einigen selbst er-fundenen griechischen Wörtern ausgestattet hätte. Hierin be-stand gerade in den Augen der öffentlichen Meinung ein Theilder wissenschaftlichem Berühmtheit. Als Probe ihrer deßfallst-gen Geschicklichkeit wollen wir das Register der rhetorischenFiguren mittheilen, wie wir es in der Abhandlung überdie Beredsamkeit des P. Caussin aus der GesellschaftJesu, Professors der Rhetorik in Paris zu Ansang des sieben-zehnten Jahrhunderts, finden.
Wenn, was die Söhne der Renaissance noch heutigenTags behaupten, richtig ist, daß die Autoren des Mittelaltersdie lateinische Sprache durch Einführung barbarischer, un-verständlicher, häßlich gestalteter und sinnloser
t) Listoire äe I'Lglise, B. XVIIl, S. 430. 2°. eäit. — Man ver-gleiche u. a. den Beschluß des Direktoriums vom 19. Germ. desJahres VII.
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