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Nomenclatur den Beweis für meine Behauptung. Ein Frem-der, der die Worte Meter, Decimeter, Centimeter,Millimeter zum ersten Male liest, wird und muß in derThat glauben, der Decimeter bedeute so viel wie zehn,der Centimeter hundert und der Millimeter tausendMeter, während hingegen der Decimeter nur der zehnteTheil des Meters, der Centimeter der hundertste Theil des-selben und der Millimeter sein tausendster Theil ist.
„Statt also die numerischen Wurzeln aus den Kardinal-zahlen äseiss, csntum, mills, zehn, hundert und tausend,auszuziehen, hätte man die Ordinalzahlen äecimns, esn-tssimus, milleslmus, der zehnte, hundertste, tausendste wählenund, wofern der Barbarismus beibehalten werden sollte, sagenmüssen ässimsrs, esutssimsrs, millesiinsrs; ansonst wird derIrrthum in den Namen immer auch einen thatsächlichen Irr-thum, einen schweren Irrthum in den Berechnungen herbei-führen, oder aber man muß zu dem näheren Aufschlüsse seineZuflucht nehmen, der ohne Unterlaß das Falsche in diesen Namenenthüllt, weil sie der aus der Vergleichung ihrer Wurzeln her-vorgehenden Bedeutung schnurstracks entgegenlaufen." ')
„Man macht manchen Schriftstellern des Mittelalters,"sagt der gelehrte Verfasser der „Ilistoirs äs l'LZIiss" weiter,„eine große Licenz in der Fabricirung von mehr oder minderbarbarischen Wörtern zum Vorwürfe. Die Wahrheit zu sagen,so sind sie hierin nur von den Gelehrten unserer Tage über-treffen worden. Auch schmieden die Autoren des Mittelalterslateinische Ausdrücke nur mit lateinischen Ausdrücken, währendunsere gelehrten Physiker, Chemiker, Mediciner, Botaniker,Geologen und andere sich Tag für Tag aus den Spänen und!Abfällen des Griechischen, Lateinischen, Deutschen und Engli-Ischen, die sie zusammenlöthen, Französisch zurecht machen, sosdaß hieraus eine Sprache, die keine menschliche mehr genanntj-zu werden verdient, entsteht.
t) Philos. Decade, B. IV. S. 13.