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[2. Band.]
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dem ersten Betrüger, der sich seiner Vorurtheile oder seinerLeidenschaften zu bemächtigen weiß.

„Man mache sich hierüber keine Täuschung; die Könige,die Adeligen und die Priester sind die Kinder des Irrthums.Die Wiederkehr der Vorurtheile, diese ist die wahre Contre-revolution. Eilet sonach und verhütet deren Einfluß durch dieErrichtung von Primärschulen. Die Erziehung sei gemein-sam und obligatorisch für Alle. Wir müssen zwischender häuslichen Erziehung und der Freiheit wählen. Die häus-liche Erziehung kann der letzte Schlupfwinkel der Aristokratiewerden.... Wie läßt sich eine republikanische Ver-fassung mit einer monarchischen Erziehung ver-einbaren?

„Der Unterricht muß für alle gleichberechtigten Bürgerangemessen sein. Alle in der Republik geborenen Kinder müs-sen, wie groß auch das Vermögen ihrer Eltern sein mag, an-gehalten werden, eine bestimmte Zeit lang die Primärschulenzu besuchen.

„Die Sitten eines verderbten Volkes lassen sich nicht durchschöne Reden, sondern durch lebensfähige und rasch begründeteInstitutionen umgestalten. So lange Ihr nicht durch eine ge-meinschaftliche Erziehung den Reichen dem Armen näher bringt,so lange Ihr, um mich der Ausdrücke des Plutarchzu bedienen, auf eine und dieselbe Weise, nach einer undderselben Form alle Kinder des Vaterlandes zubereitet, werdenEure Gesetze die heilige Gleichheit umsonst aussprechen; dieRepublik wird stets in zwei Klassen, in Bürger und Her-ren getheilt bleiben.

„Nicht dem Eide, den Lykurg von den Lacedämoniernforderte, hatte dieses übernatürliche Volk die Dauerhaftigkeitseines Glückes und seiner Gesetze zu verdanken, sondern viel-mehr der Sorge, die er traf. die Kinder die Vaterlandsliebemit der Muttermilch einsaugcn zu lassen. Achtet ferner wohldaraus, daß die so weisen und milden Gesetze Numa's mit