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Was Condorcet von der heidnischen Literatur in akade-mischem Style sagt, wiederholt Mercier in spartanischem Style.In seinem Berichte über die Errichtung von Professuren derfremden Sprachen verkündet er zunächst den entscheidendenEinfluß der klassischen Schriften mit folgenden Worten: „Diewahren und eigentlichen Erzieher sind die Bücher."
Hierauf ruft der furchtlose Schüler Lykurgs, welcherlandbautreibende Soldaten und keine Memmenwill, aus: „Die Republik braucht gar Nichts, weder Griechisch,noch Lateinisch, noch Hebräisch, noch Metaphysik, noch Ge-schichte, noch transcendente Geometrie. Ueberflüssi'ge Studieneiniger Poeten und einiger Redner haben jene Schaarvon gallsüchtigen Bücherfabrikanten (kollieulLirez liliellistes)erzeugt, die wie die Heuschrecken Egyptens die ganzeErnte in Fäulniß setzten." Sie aber haben wir selbst er-zeugt, hätte er füglich beisetzen können.
„Ei doch! wollte Gott, wir hätten anstatt jener Maler,Bildhauer, Zimmermaler, Graveurs, jener Versemacher, jenerJournalisten, anstatt aller jener Papier-, Stein-, Leinwand-
w artet, das siedende Blut der jungen Leute werdeeinen Unter «schied zwischen der Theorie und der prak-tischen Ausführung zu machen verstehen. In der Jugendließ man mich die Verschwörung der Pazzi auswendig lernen, manpries mir die Schönheit der folgenden Verse;
Fest sei und sicher die Haud, und wandelte» sei die Miene,
Schweigsam die Lippe und nicht schaud're vor Btut das Gemüth;
So mutz der sein, der Tyrannen todten will —
und versicherte mich, daß es in der italienischen Geschichte nichtsEdleres gebe, als die Thaten eines Olgiati, Lampagnani und Ge-nossen. Mögen die Erzieher der Jugend sich daran einBeispiel nehmen und ihre Sprache ändern I" —
Die in Turin erscheinende „Armonia" nennt dieses Selbstbe-kenntniß ein cynisches. Mag es als solches auch gelten; jedenfallsbleibt obige Stelle aus demselben wahr und beherzigenswerth.
Anm. d. Uebers.
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