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hölzerne Flinte oder seinen Säbel nicht tausendmal mehr liebtals Achilles seine von Vulkanus geschmiedeten Waffen? Mitdem neunten Jahre sollt ihr ihnen wirkliche kleine Gewehreund wirkliche kleine Säbel geben. Bildet Lager, stellt Schild-wachen aus, ertheilt Losungsworte. Sie sollen keine Kindermehr sein, denen ihr zu befehlen habt, sondern wirkliche Sol-daten, ächte Spartaner." ')
Mit der Kraft des Spartaners soll der Franzose die Ge-schmeidigkeit und Anmuth des Atheniensers vereinigen. DieEinübung mit dem hölzernen Gewehr und Säbel wird uns Sol-daten geben, der Ringkampf akademische Typen bilden. Hier giltes eine Uebung, welcher Griechenland jene Wunder von Gewandt-heit und Behendigkeit, jene so vollkrästigen und nervigen, dochaber schlanken und geschmeidigen Körper zu verdanken hatte.Der Franzose muß die Statur des Griechen, zu-gleich aber auch dessen Muth und Bürgersinn be-sitzen. Maler und Bildhauer müssen unter uns die schöneNatur, die sie unter den Ruinen der alten Zeiten aufzusuchengenöthigt waren, wiederfinden können."
Ohne daß man es erst sagen müßte, steht man, daß esdas letzte Wort der revolutionären Pädagogik ist, uns mit Leibund Seele nach dem Ebenbilde des klassischen Alterthums um-zugestalten.
Von Athen kehrt der Erzieher nach Sparta zurück.„Welches," so fragt er, „sollen die Richter über alle dieseKämpfe sein? Die Greise. Wir haben hier den Moment,um die tiefste Hochachtung für das Alter dem Herzen derJugend einzuprägen. In dem freien Rom kam die Verehrungder jungen Leute für die Greise fast jener der Sterblichen fürdie Götter des Olymp gleich. In Sparta galten die GreiseAlles. Sparta war das selbst mit Runzeln und weißen Haa-ren bedeckte Vaterland. Ich möchte, ein Greis würde überall,wo er durchkommt, derselben Ehren, wie einst eine decorirte
1) Von der Erziehung rc., S. 225. — 2) Ebendas. S. 226.