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Erfolg in der That an Verrücktheit gränzt; Räuberhaupt-mann Robert, sich zum Rächer der Gesellschaft auswerfend;die Vertreibung der Tarquinier von Leblanc; fernerEpicharis undNero oder die Verschwörung für dieFreiheit; endlich die modernen Catilina. Diese Stückesind die Vergötterung des Meuchelmordes und die Verhöh-nung der Schlachtopfer. Ihnen folgen hundert andere, dienicht sowohl Schauspiele als Saturnalien genannt zu werdenverdienen. Man spielt nur mehr noch antike Stücke, welcheaus die revolutionären Zustände anspielen, und auch aus die-sen muß noch Alles, was nicht blutdürstig genug ist, ausge-merzt werden. Auf diese Weise wird selbst Voltaires Brutusverbessert. Wie mag es noch befremden, das Schauspiel bisauf diesen Punkt herab erniedrigt zu sehen, wenn La Harpesich nicht scheut, mit der rothen Mütze auf dem Kopfe und indeutlichster Sansculottenkleidung auf das Theater der Re-publik zu kommen und aus seine Manier ein patriotischesLied zu brüllen, und hierauf die Beifallsbezeugungen von Be-sessenen, deren Fanatismus seine Strophen noch mehr erhitzen,erntet?
Wir wollen dieses eckelerregende Namensverzeichniß, welchessich noch endlos ausdehnen läßt, mit einem Stücke beschließen,das alle anderen von uns erwähnten übertrifft und einen bei-spiellosen Erfolg errang: Das letzte Gericht der Könige.Am 18. October 1793 zum ersten Male gegeben , ist diesesStück das grausamste der Revolution und wenigstens am Bestengeeignet, die Sitten der damaligen Zeit zu veranschaulichen.Wir wollen dasselbe in folgenden Zeilen analysiren.
Ein alter Jakobiner, Opfer des Despotismus eines fran-zösischen Königs, ist feit zwanzig Jahren auf einer wüstenInsel ausgesetzt. Hier seufzt er über die Verbrechen der Kö-nige und die Qualen der Völker. Aus einen Felsen hat er
1) Gesch. des Theaters, B- III- S. 144.