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serin von Rußland zerschmettert mit ihrem Scepter die Hirn-schale des Papstes. Während des Kampfes erbebt die Erde;der Vulkan überschwemmt die Insel mit einer glühenden Lava;alle Monarchen werden vernichtet und das Schweigen desTodes bildet die Entwicklung dieses schrecklichen Dramas.
Unter lautem Geschrei ward von einem wilden und nachsolchen Blutscenen begierigen Haufen nach dem Verfasser ge-fragt. Ein Schauspieler tritt hervor und nennt dem Publikumden Namen des Sylvain Marschal. Der Verfasser war desStückes würdig. ')
Nachdem es den Stolz durch die Predigt des Hasses ge-gen die Religion und das Königthum, der Bewunderung derDemokraten und der Anbetung der Demokratie vergöttert hatte,vergöttert das Theater als das nur zu getreue Organ desPaganismus auch das Fleisch. Es gibt nicht eine einzigeLehre der Sinnlichkeit und Unsittlichkeit, die von ihm nicht er-theilt wird, nicht ein anständiges Gefühl, wodurch der Menschabgehalten wird, sich im Kothe zu wälzen, welches das Theaternicht lächerlich zu machen sucht. Alle Dämme werden durch-brochen und mit vollen Fluthen bricht der Strom herein.
Wir wollen für die Belehrung der Nachwelt wenigstens denTitel von einigen der gangbarsten Stücke dieser neuen Kategorieanführen. JmCatovonUtica und imTodBeaurepaire'shaben wir die Apologie des Selbstmordes, in den Gefahrender Opinio, in der Moderatio und den Contre-Re-volutionären die Rechtfertigung aller Verbrechen gegendie Familie und die persönliche Sicherheit. Der Erfolg dieserStücke war staunenerregend. Niemals übten die Strickerinnender Tribünen besser ihr Handwerk, das geringste Zeichen desUnwillens war ein Todesurtheil und der Zuschauer war, ohneeine Miene verziehen zu dürfen, genöthigt, die gemeinsten Auf-forderungen zum Morde, zur Plünderung, zu allen möglichen
1) Gesch. des Theaters, B. III. S. 118.