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Frevelthaten zu vernehmen.') Die Mäßigung in ein todes-würdiges Verbrechen verwandelt! Dagazon übernahm denAuftrag, die öffentliche Meinung mit diesem neuen Gedankenzu befreunden.
In den folgenden Stücken geht das Schmutzigste, wasman sich in den den guten Sitten zuwiderlaufenden Ausschwei-fungen nur denken kann, kaum mit dramatischen Flittergewän-dern verhüllt, vor den Augen der Zuschauer vorüber und senktdas Verderbniß bis in die letzten Fibern der Gemüther: Aga«thina oder die natürliche Tochter; Galathea, Myr-rha, der französische Lovelace, ein Schandstück, welchesschon für sich hinreichen würde, die ganze Revolutionszeit zuentehren, wenn sie es nicht durch das wahnsinnige Beifall-geschrei, das diese öffentliche Aufforderung zu empörenderUnsittlichkeit einerntet, noch mehr würde: Dido; dieLiebe und die Vernunft; der nebenbuhlerische Be-diente; der eifersüchtige Geliebte; die verliebteKammerfrau; die Liebe Colnmbina's; Telemachauf der Insel der Calypso; der AlmosensammlerAmor; die verliebte Thorheit; die verliebten Ver-stellungen; die Liebessclaven; die verliebtenDiebe; die unsichtbaren Verliebten; Belis undHymen; Florette und Colin; die Liebschaft derMutter Rayot; die Liebschaft der Madame Miro-ton; die Belagerung der Cythera; der Ehemannmit zwei Weibern; der rohe Liebhaber; der Tem-pel Hymens; die dreifache Heirath; der englischeAmor; die Liebe Bastians und Julianas; derEhe-mann als Mädchen; das Urtheil des Paris.
In seinem Berichte über dieses letzte Stück äußert sichdas amtliche Organ der Revolution also: „Alle Pracht desAufwandes, alle Anmuth und Lust, welche die glücklichste Ima-gination zu ersinnen vermag, alle Wunder, welche die Künste
1) Gesch. des Theaters rc., B. III. S. 125.