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Collegstudien war. Um diesen Beweis vollends durchzuführen,haben wir noch die Geschichte der Deeemvirn, der Triumvirnund ihrer Herrschaft zu behandeln.
Nach dem üblichen Gebrauche, den Menschen und Dingenklassische Namen beizulegen, wird der Name Decemvir undTriumvir während der Revolution den Herrschsüchtigen, dienach den höchsten Gewalten trachteten, beigelegt. Nach dem9. Thermidor wird er in den amtlichen Documenten ausschließ-lich gebraucht, um Robespierre und seine Mitschuldige» zu be-zeichnen. Vor diesem Zeitpunkte charakteriflrt er manche Aus-schüsse der öffentlichen Wohlfahrt, der allgemeinen Sicherheitund selbst des Konvents, deren sich, ihnen selbst vielleicht un-bewußt, Robespierre bedient, um seine Gegner zu vernichtenund seine Endzwecke zu erreichen. Mittelst ihrer zerstreut erdie Brissotiner, schlägt die Girondisten, ermordet die ParteiDanton's, erdrückt Chaumette und die Hebertisten, bis er voneiner Läuterung zur andern, fast absoluter Herr der Gewalt,mit seinen beiden Vertrauten Couthon und Samt-Just denTag des 9. Thermidor erlebt, an welchem er und mit ihm dasTriumvirat fällt.
Da diese Deeemvirn und Triumvirn der genaueste Aus-druck der Revolution sind, so gewährt es mannigfaches Inter-esse, sie kennen zu lernen. Diese Menschen sind nicht aus sichselbst geboren, nicht fix und fertig mitten in die Revolutionhineingerathen, nicht aus den Wolken gefallen. Also aber,wessen Söhne sind sie? Von wem sind sie gebildet worden?Welcher Geist beseelt sie? Welcher Gedanke beherrscht ihrDenken und woher rührt dieser Gedanke? Dieses sind ebensoviele wichtige Fragen, die uns folgende Lebensbeschreibungenlösen helfen werden. Wir wollen nur die Biographie von Ka-mille Desmrulins, Saint-Just, Couthon und Robespierre mit-theilen. Grenzen, die wir nicht überschreiten dürfen, nöthigenuns, diese Arbeit, welche auch auf die anderen Schriftgelehrtender Revolution mit der unfehlbaren Gewißheit, bei demselbenResultate anzulangen, ausgedehnt werden könnte, einzuschränken.
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