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[2. Band.]
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beide mit Nachdruck und Erfolg zu führen. Mitten unter demLärm der Waffen gibt sich das republikanische Rom eine Ver-fassung, Gesetze, politische und bürgerliche Institutionen. DieDecemvirn trachten darnach, sich die Gewalt der Könige, diesie vertrieben, anzumaßen. Auch sie werden vertrieben, undRom, stets nach Innen und Außen in Kampf verwickelt, setztseine Eroberungen fort, bis es unter das Joch der Triumvirngeräth. Das Triumvirat ist die blutige Brücke zum Kaiser-reich. Jetzt gibt die unter dem Schwerte eines Despoten er-bebende stolze Republik ein Schauspiel der Sittenverderbnißund der Charakterlosigkeit, dessen Andenken uns die Geschichteaufbewahrt hat.

Mit der Abschaffung des Königthums begonnen, sieht auchdie französische Republik aus diesem Factum den äußeren undinneren Krieg entstehen. Gegen die äußeren wie gegen dieinneren Feinde entfaltet sie eine schreckliche Energie und er-ringt glänzende Erfolge. Trotz der Beschwerden des Kampfesgibt sie sich Konstitutionen, Gesetze, politische und bürgerlicheInstitutionen. Bald trachten aus ihrem Schooße hervorgegan-gen? Decemvirn nach der höchsten Gewalt, die sie gestürzt haben.Es bilden sich Parteien, die sich während der ganzen Dauerder Republik bekämpfen und einander verdrängen. Triumvirn,ähnlich denen des alten Rom, bleiben Herren des Schlacht-feldes. Sie ertränken Frankreich in einem Meere von Thrä-nen, Blut und Verbrechen. Sittenverderbniß, Verkehrtheit derAnsichten und Charaktergemeinheit erreichen in der Geschichteder modernen Völker seither unbekannte Grenzen. Die Re-publik, durch ihre eigenen Ausschweifungen entkräftet, wird dieBeute eines neuen Cäsar, dessen Herrschaft als eine Wohlthatbetrachtet wird.

Entweder muß die Geschichte darauf verzichten, Etwaszu beweisen, oder alle diese weder erfundenen noch erzwungenenVergleiche beweisen bis zur Augenscheinlichkeit, daß die fran-zösische Republik ein Abklatsch der römischen Republik und voneinem Ende bis zum andern die praktische Bethätigung der