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Gefährte, sein Vademecum. Er verbrauchte oder verdarbwenigstens zwanzig Exemplare desselben. Vielleicht verdanktman diesem trefflichen Werke und dem emsigen Studium,das er auf Cicero's Reden, besonders auf dessen Philippikenverwendete, den lebendigen und bündigen Styl, der seine Schrif-ten auszeichnet.
„Die republikanischen Ideen, die er in Cicero und Ver-tat geschöpft hatte, steigerten sich bei ihm bis zur Uebertrei-bung. Hiervon können wir uns aus Nachstehendem überzeugen.In den Ferien des Jahres 1784 kam er öfters zu Frau Ge-bart von Wiege, seiner Verwandten, die sich ein Vergnügendaraus machte, seinen politischen Ansichten zu widersprechen.Eines Tages trat sie ihm bei dem Mittagsmahle und in Ge-genwart einer großen Anzahl von Gästen mehr als je entgegen.Wüthend springt Camille auf, wirft seine Serviette weg, steigtauf den Tisch mitten unter die Schüsseln und Teller und sprichtlänger als eine Stunde, um ihr und der ihn umringendenGesellschaft zu beweisen, die republikanische Regierung sei dieeinzige, welche für freie Menschen passe, und nur Sklaven könn-ten das Haupt unter das Joch des Königthums beugen." ')
Camille Desmoulins war damals zweiundzwanzig Jahre alt.
Aus einer edlen und royalistischen Familie entsprungen,von Geistlichen gebildet, zeigt sich Camille, in der Schule derklassischen Autoren Republikaner geworden, sein ganzes Lebenlang als die Personification seiner wissenschaftlichen Grund-sätze. Bei seinem im Jahre 1788 erfolgten Austritte aus demColleg veröffentlicht er einen republikanischen Verfas-sungsentwurf. Dieses Werk führt den Titel: Philoso-phie für das französische Volk und läßt sich aus zweiIdeen zurückführen: das heidnische Alterthum ist das goldeneZeitalter; die christlichen Jahrhunderte sind das eiserne Zeit-alter. Die sich hieraus ergebende Folgerung ist, man müsse
1) Diese Notiz finden wir an der Spitze einer neuen Ausgabe des al-ten Kapuziners.