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[2. Band.]
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Im folgenden Jahre bekam Camille Desmoulins einenSohn und nannte ihn Horaz. Er ließ ihn nicht taufe», son-dern gab ihm statt der katholischen die republikanische Taufe.Von der Religionsfreiheit und einem Decrete der National-versammlung, welches die Vater ermächligte, ihre Kinder demVaterlande darzubringen, Gebrauch machend, brachte er ihnauf einen zu dem Ende in jeder Municipalität er-richteten Altar und opferte ihn der Göttin aus.')

oben bestätigt und die Freiheit beider Theile mit ihrer Namens-unterschrift unterzeichnet.

„Camille Desmoulins, — Laridon Duplessis, —Laridon Duplessis, — Boisdeveix, — Petion,— Brnlard, — Nobespierre, — I. P. Brissot,— Mercier.

Berardier, Abgeordneter zu der Nationalversammlung,Gueudeville, Vicar von Saint-Sulpice."

In der Nacht vom 31. December 1792 auf den 1. Januar 1793ließ die Revolution aus allen Pariser Kirchen und Klöstern die Civil-standsrcgister wegnehmen und auf das Nathhans bringen. In derKanzlei des Pariser Rathhauses befinden sich diese so werthvollenAktenstücke.

1) Der Wortlaut der Erklärung des Camille Desmoulins ist folgender.Am 8. Juli 1791 bringt er seinen am 6. geborenen Sohn vor denGemeinderath und sagt: „Da die Cultusfreiheit durch die Verfassungdecretirt ist und laut eines Decretes der gesetzgebenden National-versammlung in Betreff des Verfahrens, den Civilstand der Bürgeranders als durch religiöse Ceremonien festzustellen, in jedem Muni-cipalitätshauptorte ein Altar errichtet worden und die Vater unterdem Beistande ihrer Zeugen auf demselben ihr Kind dem Vaterlandedarbringen sollen, »nd um demgemäß von der verfassungsmäßigenFreiheit Gebrauch zu machen und sich eines Tages von Seiten seinesSohnes den Vorwurf zn ersparen, er habe ihn zu einer Zeit, daer noch nicht einmal seine Mutter gekannt, eidlich an religiöse An-sichten, welche die seinigen nicht seien, gebunden und durch eine inkon-sequente Wahl zwischen neunhundert und so vielen Religionen, welchedie Menschen trennen, in der Welt umherschwanken lassen, verlangt