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[2. Band.]
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Diese politischen und religiösen Ansichten hatten ihn zu einemantiken Manne gemacht. Frsron sagt in einem Schreibenan Camille's Gattin: „Mache ihm mein Kompliment zu seinerstolzen Antwort an Barnave; sie ist des Brutus, unse-res ewigen Vorbildes, würdig."') Hierüber entfährtdem Herrn Michelet folgendes Gestandniß: Die wilde Nach-ahmung der Republikaner des Alterthums warder während derRevolution herrschende Gesichts-punkt. -)

Alle Schriften, alle Handlungen des Kamille Desmoulinsbieten bis zum Ende seiner Laufbahn diesen doppelten Charak-ter des Republikanerflnns und der Gottlosigkeit dar. In denJakobinerklubb aufgenommen, wird er in den Sitzungen vom8. und 9. Januar 1794 wegen seiner Nummern des altenKapuziners als der Apostel des verderblichsten Moderatis-mus angegeben.

Er versucht sich zu vertheidigen. Sein Schulkamerad undJugendfreund, Robespierre, der ihn mit Danton und Phslip-peaux verderben wollte, macht ihm den übrigens sehr begrün-deten Vorwurf, er habe sich von den allen Autoren berauschenlassen und bekenne im alten Kapuziner, dessen Autodafser zu veranstalten fordert, verwerfliche Lehrsätze. „Kamille,"sagt er, „ist ein Bewunderer der Alten; die unsterb-lichen Schriften Cicero's undDemosthenes machenseine Wonne aus. Schon die Aehnlichkeit der Ausdrückesteigt ihm zu Kopfe. Der griechische und der römische Redner

er von uns gegenwärtige Declaration und will, daß sein Sohn Ho-raz genannt werde.

„Unterz. Merlin, Abgeordneter, — Camille Des-moulins,— Lecointre, Abgeordneter, —Sergas, Polizei-Administrator."

1) Lairtullier, berühmte Frauen, B. II. S. 15—29.

2) I?emmes äe In kevol. S. 116.

Saume, Revolution. IV.

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