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[2. Band.]
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Um sein Wort durch ein großes Beispiel zu rechtfertigen,sagt er weiter: „Lykurg hegte diesen Gedanke», als er,nachdem er die Wohlfahrt seines Vaterlandes gefördert hatte,mit einer erbarmungslosen Strenge sich selbst ver-bannte." i)

Hierauf zu dem Lieblingsrhema, daß die Könige bis zurRevolution nur Tyrannen gewesen, zurückkommend, fährt erfort: „Die Monarchie, auf ihre Autorität eifersüchtig, schwammim Blute von dreißig Generationen. Und ihr wollt nochschwanken, euch gegen ein Häuflein Missethäter streng zu er-weisen? Jene, welche die Freilassung der Aristokraten ver-langen, wollen die Republik nicht. Die, welche Revolu-tionen zur Hälfte vollführen, graben sich nurselbst ein Grab. Die Revolution leitet uns zu den Grund-sätzen, daß der Mann, der sich als der Feind seines Vaterlan-des erwiesen hat, nicht dessen Besitzer sein kann, daß nur Jener,welcher zu seiner Befreiung beigetragen hat, Rechte in unseremLande hat. Die Güter der Patrioten sind heilig, allein dieder Verschwörer sind für alle Unglücklichen vorhanden. Ver-schont die Aristokratie und ihr werdet eine fünfzigjährige Ver-wirrung vorbereiten. Waget! — dieses Wort enthält dieganze Politik unserer Revolution." ?)

Der Convent klatschte den Anträgen Saint-Just's begeistertBeifall. Derselbe verlangt das Agrargesetz, kraft dessen alleGüter der Feinde der Republik unter die dürftigen Patriotenvertheilt werden sollten, „um," sagt der Redner, „das Volkfür die an seinen Vatern verübten zwölfhundertjährigen Frevel-thaten zu rächen."

Bis das Volk seinen Antheil bekommt, machen sich diegroßen Republikaner die Güter der Verbannten weidlich zuNutzen. In seinem Bericht vom 31. März 1794 klagt sieSaint-Just an, daß sie Gastmahle zu hundert Thalernfür den Kopf veranstalteten. Die gewöhnlichen Gäste waren

1) Monit. ebendas. — 2) Monit. ebendas.