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[2. Band.]
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sich in einiger Entfernung von ihm befinden müsse. Er läßtsich zu ihm führen und ruft seine» Freund. Ohne daran zudenken, daß er sich gegen die Ordre verfehlt, antwortet diesersofort der ihm bekannten Stimme. Samt-Just drückt ihn ansein Herz und sagt: „Der Himmel sei doppelt gepriesen; dennich habe dich wiedergesehen und kann in einem Manne, dermir so theuer ist, eine denkwürdige Lection der Disciplin er-theilen, indem ich ihn der öffentlichen Wohlfahrt aufopfere."Er ließ ihn erschießen. Diese That lacedämonischen Helden-sinnes (Gott wolle unsere Nachkommen mit dergleichen Tugen-den verschonen!) ward in einem Tagesbefehl der Armee mit-getheilt. *)

Sich als Vorbild des Republikaners vorn reinstenWasser aufstellend, unterläßt Samt-Just auch nicht das Ge-ringste, um seine spartanischen Gesinnungen in das Herz allerRevolutionsmänner übergehen zu lassen. Er war es, der zudem Konvente sagte: „Es ist keine Wohlfahrt zu erwarten, solange noch der letzte Feind der Freiheit athmen wird. Ihrmüßt nicht nur die Verräther, sondern auch selbst die Gleich-gültigen und Jeden, der sich in der Republik passiv verhält,bestrafen; Alles außerhalb des Souveräns ist Feind. . . .Zwischen dem Volke und seinen Feinden besteht keine andereGemeinschaft mehr als die des Schwertes. ... Ihr habteine Republik gewollt; sie wird, wenn ihr nicht gleichzeitig,was sie begründet, haben wollt, das Volk unter ihren Trüm-mern begraben. Eine Republik aber begründet diegänzliche Vernichtung aller ihrer Gegensätze....Eine Nation läßt sich nur auf Haufen von Leich-namen regenerire n."

Diese schauderhaften Drohungen sind keine leeren Worte.Nach dem 9. Thermidor schreibt ein auf dem Bureau der

1) Ebendaf S. 10t.

2) Monit. v. 10. October 1793 und 31. März 1794. — Vilatte,Geheime Ursachen der Revolution.