Band 
[2. Band.]
Seite
155
JPEG-Download
 

155

hin, reich an Grundeigenthum oder Geld zu sein oder irgend einschönes Landhaus zu besitzen, um ein Verbrecher zu sein." ')

„Die Triumvirn treffen zu Rom ein, fassen ihre Proscrip-tionslisten ab und bringen sie zur Ausführung. Mehr alsdreihundert Senatoren und mehr als zweitausend Ritter wur-den abgeschlachtet. Söhne lieferten ihre Vater aus, um inBesitz ihres Nachlasses zu gelangen. Ganz Rom war eingroßes Schlachthaus, die Rednerbühne mit abgeschnitte-nen Köpfen geziert und die Straßen mit Leichen überfüllt.Die Triumvirn verkauften die Güter der Proscribir-ten und vertheilten den Erlös an ihre Soldaten. Sodannerließen sie ein Edict, in welchem es allen Bürgern befohlenward, über die Proskription ihre Freude zu äußern, und un-ter Androhung der Todesstrafe verboten, Zeichen des Schmer-zes und der Trauer an den Tag zu geben." ?)

Octavius war nicht der am Wenigsten barbarische von denDreien. Die Geschichte beschuldigt ihn eines an den beidenCousuln Hirtius und Pansa begangenen Meuchelmordes, Ermißhandelte selbst die ausgezeichnetsten Opfer mit einer feigenBarbarei. Als eines derselben ihn flehentlich um die Ehrender Beerdigung bat, antwortete er: „Beunruhige dich nicht deß-halb, die Geier werden hierfür Sorge tragen." Ein Vater

1) uti gnisgue dornn in ant, vi llnin ant vas snt vestiinentumntieuMS eononpiverLt, dadat oxerLin, ut is in proscriptoruin nu-rnero esset. Sallnst! In 8eM., o. 5t. Plutarch, gegen Eben-denselben.

2) Ilrds tötn interleetorum dominurn retsrtn est, oapita pro rostrispositn, religua corporL pro^eetn tneebnnt, eto. Oion., in ^,ug.,p. 31 n. 53.

3) Rninor inoreduit Lindas Opern esus ooeisos. 8ust. in Oet-,Note 9.

4) In sxlendidissimuin guenr^uk esptivuin non sine verdornnr con-turnelin sneviit, ut guidein uni suppliciter sexalturanr xrc-eandi resxondisse divLtur: jsm istnrn in voluerurn tore potestnin.

Id. id.