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und sein Sohn erflehten seine Milde Einer sür den Andern;Octavius befahl ihnen, ihr Schicksal durch das Leos oderdurch den Ausgang eines Zweikampfes entscheiden zu lassen.Der Vater bietet seine» Hals dem Dolche, der Sohn durch-bohrt sich aus Verzweiflung mit dem Schwerte und der Trium-vir weidet sich mit Wollust an dem Schauspiele dieses zwei-fachen Mordes. Z Als nach der Einnahme von Perusa meh-rere Gefangene sich zu entschuldigen oder seine Milde zu er-flehen suchten, kam er ihren Bitten mit den eines Kannibalenwürdigen Worten zuvor: Ihr müßt sterben, morik-nclum osso.Aus der Zahl der Officiere, die sich ihm ergeben hatten, wählteer dreihundert aus dem Senatorenstande und der Ritterschaft,und brachte sie an den Jden des März auf dem Cäsar ge-weihten Altare als Schlachtopfer dar.
Zu bemerken ist »och, daß Octavius in Betreff des Glau-bens ein Freidenker war, der öffentlich über Jupiter und dieReligion seiner Voreltern spottete, strenge Gesetze für eineReform der Sitten erließ und dabei ein Beispiel der Aus-schweifung und des Ehebruches gab. Kurze Zeit nachher löster das Triumvirat auf, verurtheilt Lepidus zu lebenslänglicherVerbannung, und zwingt den Antonius, sich selbst umzu-bringen. 4)
Was die Sitten der Triumvirn und insbesondere diedes Octavius anlangt, so war sein ganzes Leben eine ununter-brochene Orgie, wie wir später sehen werden.
Dieser Blutmensch nun, dieses Muster von Zügellosigkeitund Gottlosigkeit, war sür die stolzen Römer ein Gegenstand
1) lä., e. II. — 2) ia., n. 15.
3) Irscentos ex äeäitÜ8 eleelos, utnusyue oräini8 aä nrain äivo3ulio exti'ueism iäibus msi'tii I>o8tiLrum mors maotatos. 8uel.in Oet., n. 15.
4) l^epiäum in xsrpetuum rele^Lvit et Xntonium nä möllern ad-lest. 1d., e. XIX - XXI.
5) lä., p. 81.