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[2. Band.]
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Wäre es nicht vom „Moniteur" stcreotypirt worden, Nie-mand würde glauben können, daß die Schreckensherrschaftim Namen der Römer eingesetzt wurde. In der denkwürdigenRede, mit welcher Robespierre zum Glücke des wiedergeborenenFrankreich dies drakonische Regiment einweiht, heißt es also:„Die Tugend ist das Grundprincip der demokratischen Re-gierung. Ich rede von der öffentlichen Tugend, welche inGriechenland und Rom so viele Wunder wirkte....Der Schrecken ist nur die rasche, strenge und unerbittliche Ge-rechtigkeit; er ist also ein Ausfluß der Tugend; er ist wenigerein besonderes Princip als eine Folgerung aus dem allgemei-nen Princip der Demokratie, aus die dringendsten Bedürfnissedes Vaterlandes angewendet.... Bändigt durch den Schreckendie Feinde der Freiheit und ihr werdet mit Recht die Gründerder Republik genannt werden. Die Regierung der Revolutionist der Despotismus der Freiheit gegen die Tyrannei.

„Man beklagt sich über die Einkerkerung der Feinde derRepublik; man sucht die Beispiele in der Geschichte der Tyran-nen, weil man sie weder in der Geschichte der freien Völker,noch in dem Geiste der bedrohten Freiheit suchen will. Alsder Consul zu Rom die Verschwörung des Catilina ent-deckte und dieselbe sofort durch den Tod der Mitschuldigen desLetzteren erstickte, ward er einer Formverletzung angeklagt.Von Wem? Von dem herrschsüchtigen Cäsar, der seinen An-hang durch die Bande der Verschworenen vermehren wollte,von den Piso, von den Clodius und von allen schlechtenBürgern, welche die Tugend eines ächten Römers unddie Strenge der Gesetze wegen ihrer selbst fürchteten. DieUnterdrücker der Menschheit züchtigen, ist Milde, ihnen ver-zeihen ist Barbarei."')

Um die Herrschaft des Schreckens einzusetzen und zu recht-fertigen, sich auf das Beispiel der Römer berufen, die hier-gegen Protestirenden als schlechte Bürger, als herrschsüchtige

1) Monit. v. 7. Febr. 1793.