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[2. Band.]
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„Die Schreckensherrschaft," fährt ein neuerer Schriftstellerfort, „gleicht in vielen Beziehungen dem zweiten Trium-virat." ')

Das Conventmitglied Dupin sagt, „daß die Triumvirneinen Despotismus übten, der in unseren Geschichts-büchern seines Gleichen sucht und besten Vorbild mannur in der Herrschaft des Tiberius und Nero findet." ?)

Ein anderer Held der Revolution vergleicht Robespierreund seine Genossen mit Sulla und Catilina. „Sie schontenweder Alter, noch Geschlecht, noch Stand; die Tugenden wur-den Motive für Todesurtheile; es genügte reich zu sein, umnicht unschuldig zu sein.... Ist dies nicht ganz das Porträtdes französischen Catilina?"^) Sodann ruft er ganz naivaus: „Sollte man nicht versucht sein, an eine zu ge-wissen Perioden stattfindende Auferstehung dervon so vielen Jahrhunderten hochverehrten We-sen zu glauben?"

Ach nein, man ist nicht versucht, an eine solche zu glauben.Dieselben Ursachen bringen dieselben Wirkungen hervor. Dierevolutionären Triumvirn und ihre Anbeter waren vom Hei-denthum genährt worden und waren wahre Heiden: darinliegt das ganze Geheimniß. Die Erziehung ist die Seelen-wanderung, welche »ach einer Zwischenzeit von zwei Jahrtau-senden dieselbe Grausamkeit, dieselben Niederträchtigkeiten unddieselben Verbrechen wieder hervorgebracht hat, und wenn dieRevolution triumphirt (was Gott verhüten wolle!), auch ferner-hin hervorbringen wird; der Paganismus verändert sich nichtund man ärntet, was man gesäet hat. Daß übrigens die vonCourtois angestellte Vergleichung der Herrschaft der römischenTriumvirn mit der der französischen Triumvirn richtig ist, be-weist die Geschichte.

1) Hr. v. Gerlach: „Studien über Sallust," S. 147-

2) Monit. v. 20. Floreal des Jahres III.

3) Monit. v. 9. Thermibor des Jahres VII. — 4) Ebenda»