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wiederholen sich die Acte der Unmenschlichkeit, die man nur indem heidnischen Alterthum antrifft.
»Zur Zahl der Gefangenen gehörte auch die junge Gräfinvon Malezy. Täglich brachte sie ihrer Mutter, die wie sieGefangene war, einen Theil ihrer Nahrung, dessen sie sichselbst beraubte. Eines Tages bittet sie mit dem Ausdruck desSchmerzes, daß man ihr die Thüre des Kerkers öffnen möge,um diese Pflicht zu erfüllen. Die Kerkermeister saßen geradezu Tische und labten sich an einem Katzenragout, gleich,falls eine Beute ihrer abscheulichen Barbarei. Weder diemuthige Entsagung, noch die gesegneten Umstände, in denensich diese junge Bürgerin befand, rührten diese Höllenhuude.»Deine Mutter mag warten,« sagten sie mit den rohenAusdrücken einer ihrer würdigen Sprache, »wir sind ihreKnechte nicht.« Thränen entrannen den Augen der Tochter.»Du weinst?« sprach Einer der Sbirren zu ihr, »warte,warte, ich will dir ausschließen, aber nur unterzwei Bedingun g en, nämlich daß du von dem Katzen-fleisch issest und aus meinem Glase trinkest.«
„Vergebens sucht die junge Gräfin durch sanfte Vorstel-lungen den unüberwindlichen Abscheu, den ihre Schwanger-schaft und ihre Leiden vor dem Genusse von Katzenfleisch undWein, den sie überhaupt niemals trinke, ihr einflößten, an denTag zu geben. Ohne dies kein Schlüssel. Die kindliche Liebemußte wohl auch diese Kränkung ertragen. Sie überwindetsich, diese beiden Proben ihrer Zärtlichkeit zu bestehen unddas schamlose Gelächter und die schmutzigen Spässe dieser seinenWitzbolde über sich ergehen zu lassen. Nur um diesen Preisward ihr nach Verlauf einer ganzen bangen Stunde die Er-laubniß, ihrer unglücklichen Mutter Nahrung zu bringen undeinige Minuten bei ihr zu verweilen." *)
„Der Reichthum war in dem Wörterbuche der Triumvirnals Verbrechen verpönt. Ein Artikel der Gefängnißordnung
1) Gefängniß Port-Libre, S. 70.
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