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vollem Halse. Gewiß ist, daß die Polizei damals dieseschauderhafte Quelle zu benutzen befahl." *)
Das Vorhandensein von Gerbereien für Menschenhautwährend des Triumvirats scheint nicht weniger gewiß. Esbestanden deren unter anderen drei: zu Pont de Co, zu Etam-pes und im Schlosse Meudon. In Folgendem einige Beweise:
1. Wenige Tage nach dem neunten Thermidor denun-cirte Galetti im „Journal des Lois" die im Schlosse zuMeudon errichtete Gerberei. Billaud-Varennes, Vadier, Collot-d'Herbois und Barrore, Mitglieder des Wohlfahrtsausschusses,leugneten die Angabe und beschuldigten Galetti der Verleum-dung. Diese Anklage machte den Kopf des Journalisten aufseinen Schultern wanken. Um ihn zu retten, schickt ihmEiner seiner Abonnenten auf der Stelle ein in Menschen-haut eingebundenes Buch. Am folgenden Tage läßtGaletti auf alle Mauern von Paris einen großen Zettel vonblauem Papiere anschlagen, auf welchem er bekannt macht,daß er als ein würdiges Denkmal,der Tyrannei der Trium-virn ein zu Dijon bei Causse auf Velinpapier gedrucktes undin Menschen haut, dem Kalbsleder ähnlich, eingebundenesExemplar der Konstitution von 1793 besitze. „Recht gernezeigen wir dies Buch Allen, die es zu sehen wünschen,"fügt er bei.
Billaud-Varennes und seine Kollegen wagten nicht mehr,den Mund zu öffnen.
„2. Bei dem Feste des höchsten Wesens," sagt Prud«homme, „trugen mehrere Deputirten Beinkleideraus Menschenhaut gefertigt, ähnlich den von einemGeneral der Vendse an Barrere übersandten."
1) Gefängnisse, n. s. w. Le Plessis, S. 30 flg.
2) Dies Buch und die Affiche sind noch vorhanden; wir sind dermalenim Besitze derselben. Fachmänner haben schon mehrmals diese Stückegeprüft und die Aechtheit der Menschenhaut anerkannt.
3) Unparteiische Geschichte der Revolutionen, n. s. w. B. VIII. S. 390.