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[2. Band.]
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den Henkern möge es an Beschäftigung mangeln, läßt Robes-pierre, unterstützt von den Jakobinern, am achten Brnmairedes Jahres II decretiren: „um zu verhindern, daß die Pro-cesse der Verschwörer in das Unendliche hinausgesponnenwürden und damit dem Volke eine rasche Rechtsprechung ge-boten werde, wird: 1. das Revolutionstribunal die Formen,welche das Gewissen beengen und die Bildung einer Ueber-zeugung erschweren, abschaffen; 2. werden die Geschwornendas Recht besitzen, den Verhandlungen durch die Erklärung,daß sie sich für die Bildung eines Urtheils hinlänglich in denStand gesetzt glauben, ein Ende zu machen." ')

Vier Tage nach dem Tode Robespierre's, am vierzehntenThermibor, enthüllt Brival auf der Tribüne die ganze Grau-samkeit des Triumvirn. „Ich will," spricht er, „der Ver-sammlung einen Vorfall mittheilen, welcher sie vor Abscheuerbeben machen wird. Ein Mann, welchem Robespierre imFlorapavillon ein prachtvolles Zimmer eingeräumt hatte undder sich der dort befindlichen, der Republik als Eigenthumzustehenden Möbel bediente, berichtete mir vor einigen Tagen,Robespierre habe ihm gesagt, er werde mehrere Mitgliederdes Revolutionstribunals, welche nicht in allen vor-kommenden Fällen für den Tod stimmten, durchandere ersetzen."

In Folge dessen tritt der unermüdliche Lieferant der Guil-lotine, Fouquier-Tinville, alle Gesetze der Gerechtigkeit undder Schicklichkeit mit Füßen; die Opfer werden verdammt,noch ehe sie verurtheilt sind. Unter Tausenden erzählt Tonart,

1) Monit. ebendas., und Deseffarts: Das Leben Rob espierres,B. I, S. 39.

2) Monit. ebendas.

3) Geboren zu Herouelle in Artois, Procurator des CHLtelet, öffentlicherAnkläger. Der Deputirte Freron verlangte seinen Tod mit fol-genden Worten: „Ich verlange, daß Fouquier-Tinville seinenRausch von dem Blute, das er vergossen hat, ausschlase."