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ihn rechnete, ließ ihn vor der Gerichtssitzung auf eine geheim-nißvolle Weise in sein Zimmer treten und dictirte ihm seineWeisung.
Dort war es auch, wo der Schließer Guyard durch seineGrausamkeit eine» Aufstand unter den Gefangenen zn erregensuchte, um sie alsdann als Verschwörer anzugeben. Bei ihmwar das Leben eines Menschen eine so geringfügige Sache,daß er, als er einst den Namen eines der zum BlutgerüsteAusersehenen mit dem eines Anderen verwechselt hatte, sagte:„Was liegt an Diesem oder Jenem, wenn ich nur meinevolle Zahl habe? Heute oder morgen, ist das nicht ganzdasselbe?"
Diese heidnische Geringschätzung der Gerechtigkeit unddes Menschenlebens bei diesem Bluttribunal war so bekannt,daß Senart in dem Berichte von seinen eigenen Erlebnissenschreibt: „Der durch seine Wildheit berüchtigte Horon wardie Bulldogge Robespierre's. Eines Tages trat er in meine Cabinet, als ich gerade mit der Abfassung eines Berichtes be-schäftigt war. Er sagte zu mir in einem honigsüßen Tone:
! Ich möchte dich bitten, mir einen wichtigen Dienst zu erzeigen;
! du vermagst es. Wenn du meiner Bitte willfahrst, so gebe^ ich dir auf der Stelle 600 Franken; weiter mache ich direin Geschenk von 3000 Franken, zahle dir noch außerdem: 1800 Franken und verschaffe dir eine feste Anstellung mit' 10,000 Franken.
„Ganz entrüstet vernahm ich alle diese Anerbieten. Endlich^ rückte er mit seinem Wunsche deutlich heraus und verlangte,
! ich sollte in meinen Bericht über die Vorfälle zu Saint-Malo! den Namen seiner Gattin einstießen lassen, damit sie auf die! Guillotine komme. Meine Frau, sagte er, ist eine Verschworene,-sie ist aus Port-Malo. Wenn man bei einer so wichtigen' Angelegenheit den Namen von irgend Jemanden verlauten
1» Monit. o. 20. Fleräal des Jahres III.
Gaume, Revolution. IV.
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