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überreichlich sie auch sei, die Freiheit der Heiligen nicht beein-trächtigt wird, dergestalt, daß ihnen das ganze Verdienst ihrerWerke zufällt, so raubt auch den Verdorbenen der Einfluß desbösen Geistes, zu dessen Sklaven sie sich gemacht haben, nichtdie Freiheit, dergestalt, daß sie die Verantwortlichkeit für ihreVerbrechen ganz allein zu tragen haben.

Wenn die Schriftgelehrten der Revolution eine solcheGierde nach dem Schauspiel der Guillotine an den Tag legten,so lief, wie man sich wohl zu denken vermag, das Volk in Massezu demselben. Seitdem man das göttliche Opfer abgeschaffthatte, war der Mensch das Opfer der neuen Religion. Mitden gewöhnlichen Formen verbanden sich bisweilen feierlicheCeremonien, an denen sich die Zuschauer mit Wollust wei«deten. So war auch oft der Tod der Gladiatoren des altenRoms von Umständen begleitet, die geeignet waren, dasKönig-Volk zu amüsiren.

Am 10. November 1793 ward auf den Antrag Fouquier-Tinville's Bailly, der frühere Maire von Paris und Präsidentin der berüchtigten Ballspielsttzung der Generalstaaten, inmittenseiner Beamten zum Tode verurtheilt. Die Hände auf denRücken gebunden ließ mau ihn den verhängnißvollen Karrenbesteigen; man schleppt ihn langsam auf das Marsfeld, wodas Todesinstrument hergerichtet worden war. Es ist un-möglich, alle Leiden zu beschreiben, die man ihn auf demlangen Wege erdulden ließ. Man spuckte aus ihn, man warfihn mit Koth, wüthende Männer traten herzu, um ihn zuschlagen, so daß die Henker selbst über einen solchen Grad derWuth in Entrüstung geriethen. Ein kalter Schauerregen ver-mehrte noch das Gräßliche der Situation. Mau hatte andem verhängnißvollen Karren eine rothe Fahne befestigt, dienach dem Wortlaute des Urtheils von dem Henker vor derHinrichtung des genannten Bailly zerrissen und verbranntwerden sollte. Kannibalen rissen sie in Fetzen, zogen sie durchden Bach und schlugen sie ihm mit Heftigkeit in das Gesicht.

Aus dem Marsselde warteten des Opfers neue Qualen,