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Frauen zum Tode schleppen sehen, die in gesegneten Leibes-umständen zu sein erklärten?
„Ich sah bei einer solchen Lieferung das Unmuthigste,was die Natur nur immerhin bieten kann, nämlich vierzehnjunge Mädchen aus Verdun von einer beispiellosen Schönheit;sie erschienen, als sie zum Blutgerüste geführt wurden, wieJungfrauen, die sich zu einem Feste geschmückt haben. DerFrauenhof duftete am Morgen, der ihrem Tode folgte, wieein seiner schönsten Blumen durch einen Sturm beraubtes Beet.Noch nie zuvor fühlten sich unsere Herzen so sehr von derVerzweiflung ergriffen, als bei dem Gedanken an diese ver-ruchte Barbarei." ')
Wenn man diese Schauderberichte liesst, so verfehlt manniemals, dem Klerus den Vorwurf zu machen, der denn auchin der That gegen Einige seiner Mitglieder gerechtfertigt ist:Die Ungeheuer, welche solche Verbrechen begingen, warenvon Jesuiten, Oratorianern, Barnabiten, Welt- und Ordens-priestern erzogen worden. — Nein, tausendmal nein. Siewaren zwar aus ihren Instituten hervorgegangen, allein siewaren nicht von ihnen erzogen worden. Sie waren Schülerder Heiden, denen sie auch Zug für Zug ähnlich sind.
„Wann eine Generation eine falsche Bahn be-treten hat," sagt Herr Guizot, „so fragt man sofort,von wem sie erzogen worden ist: wie die Lehrer so dieSchüler."
Zur Ehre des französischen Namens aber sei es gesagt,daß die ihrer eigenen Verkehrtheit überlassene menschliche Natureiner solchen Ruchlosigkeit nicht fähig ist. Sowie in den Heldendes Christenthums die Wunder der Tugend eine directe undüberfließende Mittheilung des heiligen Geistes erfordern, solassen auch bei den Helden des Heidenthnms die Wunder desVerbrechens die directe Intervention des höllischen Geistes ver-muthen. Sowie aber auch bei der Mittheilung der Gnade, so
1) Niouffe, S. 75 flg.