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drei Waisen!« »Waisen?« erwiederte Couthon, indem er ausseine Uhr sah, »noch nicht. Ich habe deinen Gatten gekannt,er war ein Frömmler, ein Heiliger; ich beweise ihm meineFreundschaft, indem ich ihm so bald als möglich zur Himmels-krone verhelfe.« Da die Frau nicht aufhörte, zu weinen undzu schluchzen, tröstete er sie also: »Dein Gatte ist sehr häßlich;du aber bist jung und hübsch; eine gute Republikanerin hateines Gatten nicht nöthig, um glücklich zu sein.«"
Collot-d'Herbois steht an Grausamkeit seinem College«Couthon nicht nach, übertrifft ihn aber noch an Unflttlichkeit.Drei Frauen, deren Männer hingerichtet werden sollen, flehenseine Milde an. Er läßt sie verhaften und sechs Stundenlang auf dem öffentlichen Platze am Pranger stehen.')
Hentz und Francastel lassen unter dem Schalle einer Mi-litärmusik zahllose Opfer zur Schlachtbank führen, junge Kindervon zwei bis drei Jahren durch Säbelhiebe und Bajonnetten-stiche verwunden und zweitausend siebenhundert Männer, welcheim Glauben an einen Waffenstillstand die Waffen gestreckthatten, niedermetzeln.
Schneider durchwandert die Städte und Dörfer des Nie-derrheines und führt überall eine Guillotine auf einem Wagenbei sich. Im Namen dieser unzertrennlichen Gefährtin requi-rirt er allerorten Pferde, Wagen, Lebensrnittel, Kleidungs-stücke und Weiber und Mädchen, die das Unglück haben, ihmzn gefallen. Er läßt auf Kosten der Familien der Hinge-richteten die Guillotine mit Blumen schmücken und festlich be-leuchten. 3)
„Joseph Lebon begeht Thaten der Barbarei, welche inder alten und neueren Geschichte wohl schwerlich ihre Beispielefinden dürften. Als er eines Tages eine Depesche erhielt,
t) Bericht des Conrtois, S. 71.
2) Monit. ebendas. und auf den folgenden Seiten.
3) Studien über die Revolution, B. I. S. 48, 49. — Gefängnissevon ArraS, S. 377.