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[2. Band.]
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dasselbe zu thun; seine Opfer ließ er bei verschlossenen Thürenaburtheilen. Ohne Geschworenen, ohne irgend eine gesetzlicheForm würgt er in seiner Wuth u. A. einen neunzigjährigenGreis, den Stolz seines Landes; er gibt der Nichte einesGefangenen, die um Gnade für ihren Oheim fleht, die Ant-wort: Ich werde den Kopf nehmen und dir denRumpf überlassen; geh' jetzt. Er schafft eine Revo-lutionscommission, die er aus wilden und durch ihre Aus-schweifungen verkommenen Menschen zusammensetzt. DieseMenschen fälschen fremde Stempel und drohen den wohlhaben-den Bürgern, ihnen Briefe mit dem Poststempel von Wormsund Koblenz zukommen zu lassen, wenn sie ihnen nicht be-stimmte Summen Geldes zahlen. In einem durch die Lebens-mittelkrifls gefährdeten Augenblicke spricht er zum Volke: „Be-ruhigt euch, Frankreich hat an einer Bevölkerungvon zwölf Millionen Menschen genug; den Restwird man umbringen und bald wird es euch nichtmehr an Lebensmitteln fehlen.«

„Dupin stiehlt hunderttausend Franken in Assignaten,tausend Louisdor in Gold und sünfmalhunderttausend Frankenin Staatspapieren.

„Couthon macht, von den Schultern eines starken Jako-biners getragen, mit großer Feierlichkeit die Runde um denPlatz Bellecour zu Lyon, gefolgt von einem Zuge von Wan-dalen, die mit Hacken und Hebeisen bewaffnet waren. Erläßt sich zu einer der Fayaden, welche diesen großen Platzzieren, hintragen, klopft mit einem kleinen goldenen Hammeran dieselbe und thut den ernsten Ausspruch: „Im Namendes Gesetzes verurtheile ich dich, niedergerissenzu werden.«

»Eine Familienmutter, deren Gatte in einigen geschäft-lichen Beziehungen zu Couthon gestanden hatte, kömmt amAbende vor seiner Abreise von Lyon zu ihm, wirft sich mitihren drei Kindern ihm zu Füßen, um seine Gnade für denVater zu erflehen: „Gnade,« sprach sie, „Mitleid für diese