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[2. Band.]
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Confiscation der Güter aller Schlachtopfer zum Vortheile desStaates und der Patrioten ein, d. h. zu ihrem und ihrerAgenten Vortheil. Dieses blutgierige und diebische Gesetzveranlaßte selbst einen Anhänger der Revolution zu dem Aus-spruche: „Als ich im Anfange der Revolution eine Assignate! in der Hand hielt und darauf las: Hypothecirt aus die! Nation aldomä neu, so dachte ich: Das verderbte König-thum, der unverschämte Adel, der heuchlerische Klerus sindalso in Frankreich auf ewig abgeschafft; denn ihre Beute istunter alle Bürger vertheilt und vergeben.

„Allein wenn ich jetzt auf unserm Papiergelde dasselbeWort lese, kann sich mein Herz eines traurigen Gefühles nichterwehren. Dieses Papier, sage ich, vertritt vielleicht in meinenHänden das Hemd eines Dürftigen, den man umgebracht hat,weil er einem Verfolgten ein Asyl gewährte, oder den kleinenFleck Erde, den langwierige Entbehrungen einem Unglücklichen,den ein persönlicher Feind angegeben und so um's Leben ge-bracht hat, verschafft hatten. Ihre Familien sind jetzt ohneObdach, ohne Nahrungsquelle und ich besitze den repräsen-tativen Werth ihrer Güter."

Sallust zeigt uns fernerhin, wie die stolzen Römer vordem Triumvir Octavius das Knie beugten, vor diesem be-rühmten Henker, der, nicht zufrieden, seine zahllosen Schlacht-opfer kaltblütig zu erwürgen, solche auch noch mit niederträch-tigem Höhne überhäuft. Betroffen über die Aehnlichkeit zwischender niedrigen Denkungsart und der Knechtschaft der Gemütherwährend der Herrschaft der französischen und jener der römi-schen Triumvirn, ruft Courtois aus:^ „Welcher Unterschiedzwischen diesen beiden Knechten der Tyrannei, diesen Grün-dern von Altären, diesen Ausspendern von Bürgerkronenund dem feilen Anicius, der bei den Römern dem Gotte Neroeinen Tempel zu errichten beantragte, und jenen Rittern,

1) Siede Lesage's, Monit. vom 4. Germ. des Jahres III.

2) Bericht u. s. w., S. 13.