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[2. Band.]
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welche die Umwandlung des Geburtshauses des Octavius inein Heiligthum forderten!"

„Die Menschheit," fährt Riouffe fort, „ist in einem Jahrein Frankreich tiefer gesunken, als in der Türkei in hundertJahren. Prüfet das Verhalten des Senates unter der Herr-schaft des Tiberius, dem er durch seine Niedrigkeit beschwerlichward, und Ihr werdet Nichts, was das Gepräge einer grau-sameren Schmeichelei trägt, finden.... Wie das Beispiel dergrößten Grausamkeit, so haben sie auch das der größtenKnechtschaft gegeben."

Die Behauptung Riouffe's und des Courtois bleiben, soentschieden sie auch lauten, doch noch hinter der Wirklichkeitzurück. Dies ist aus nachstehenden Auszügen der an Robes-pierre gerichteten und in dessen Wohnung nach dem 9. Ther-midor mit Beschlag belegten Papieren ersichtlich.

Die schrecklichste Waffe in den Händen der Triumvirnwar das Verdachtsgesetz. Am 2. Juli 1793 verherrlichen dieBürger Granet, Pellicot und Archier, Administratoren vonBouches-du-Rhone dieses im Namen der Römer erlasseneBlutgesetz. Um Robespierre zu schmeicheln, schreiben sie auihn: „Der Verdacht wird, wann es sich um das Wohl desStaates handelt, zum Rechte. In den schönen Tagender römischen Republik ward Catilina bei demSenate verdächtigt, selbst angeklagt, ehe manvollständige Beweise von seiner Verschwörunghatte." 2)

Am 23. Prairial des Jahres II schreibt der BürgerI. P. Besson, Einer der grausamsten Demokraten und Mörderdes Tyrannen Ludwig's XVI., nunmehr Proconsul der Trium-virn, von Forcalquier an Robespierre: „Du, der du die Weltdurch deine Schriften erleuchtest, die Tyrannen in Schreckensetzest und die Herzen aller Völker beruhigst, du erfüllst die

1) Denkwürdigk. S. 36 - 75.

2) Bericht u. s. w., S. 8.