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[2. Band.]
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Ausschweifungen, welche die Freunde guter Sitten empörten,erlaubte und diese Orgien öfters wiederholte." *)

„Man kennt das ausschweifende Leben, welches Barrdre,Dupin, Vouland und Vadier in Clichy führten. Sie besaßendort eines von den kleinen Häusern, deren Luxus und Ge-heimnisse ganz außerordentlich an die schönen Tage des Octa-vius und Antonius erinnerten. Die Göttinnen dieser grünenOrte waren die Domahis und die Bonnefoy, sowie die Opern-tänzerin Vestris, welche Vouland dorthin gebracht hatte....Rvbespierre, Couthon, Saint-Just und eine kleine Anzahlvon andern Deputirten erhielten manchmal Zutritt dorthin.Allein dies geschah doch selten, nämlich an solchen Tagen, daComplotte, welche das Schaffet vernichten sollte, ersonnenwerden mußten. Alsdann waren keine Frauen dort; alsdannkonnten die Gärten von Clichy mit der Insel Caprä, wo Ti-berius und Scjanus inmitten toller Orgien auf Proskriptionenund neue Hinrichtungen dachten, verglichen werden."^

Bei einem dieser berüchtigten Gastmahle stritt mansich, nachdem man sich über die Köpfe, welche abgeschlagenwerden sollten, geeinigt hatte, über die zu vertheilenden Län-dereien. „Jede Familie," sagte Couthon, „soll ein Stück Landerhalten, auf dem sie sich eine bescheidene und mit Stroh be-deckte Hütte errichten kann." — „Das wird das goldeneZeitalter der Franzosen sein," sagte Dupin. — „Frankreichwird glücklich sein," fügte Saint-Just hinzu, „wenn Jeder, aufseinen Morgen Landes beschränkt, sein Leben auf den Anbau des-selben verwendet." — „Brod, Wasser und Eisen, was kannman weiter wollen?" ruft Couthon aus. — „Pataten, wiedie Schwarzen," sagte Barrdre weiter, „seht, das ist genug,

1) Rede Conrtvis' in 8°, S. 23 und Moniteur v. 9. Thermidor desJahres III.

2) Proust »alle, Geheime Geschichte des Nevolutionstribunals,B. II. S. 150 ff.