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Saint-Just Le Raincy auserkoren zu haben. Waren die Sul-tane an diesen entzückenden Orten anwesend, so war der Zu-tritt zu denselben strengstens untersagt. Wehe dem Bürger,der diese souveränen Gebote nicht befolgt hätte! Als ver-dächtig verhaftet, hätte ihn Fouquier sogleich am nächsten Tageunter die Zahl der Verschwörer in den Gefängnissen aufge-nommen." ')
Eines Abends kam eine achtbare Dame, um für ihrenals verdächtig eingekerkerten Mann um Gnade zu bitten. Siewendet sich an die Pförtnerin des Hauses und begehrt HerrnT. zu sprechen. — „Du willst ihn sprechen?" — „Ich habeihm nur ein Wort zu sagen." — Die Pförtnerin sieht ihrfest in's Gesicht und sagt: „Nein, du bist nicht geschaffen, ummit diesen Leuten zusammenzukommen." — Bei diesen Wortenhört man die Fenster des ersten Stockes sich öffnen, Gläser fallenherab; unzüchtige Aeußerungen und Lieder werden vernehm-bar. — „Hörst du?" fährt die Pförtnerin fort, „geh' hinauf,wenn du willst; allein ich sage dir im Voraus, sie sind Allenackt wie die Würmer." Wir bürgen für die Aechtheit derThatsache.
Dieses heuchlerische Schwelgerleben wird endlich öffent-lich kund und geht selbst in die Geschichte über. Wir wollennachstehend eine interessante Stelle aus der gewiß unverdäch-tigen Geschichte der Revolution von zwei Freundender Freiheit mittheilen: „Fast alle diese Decemvirn, welchedas öffentliche Vermögen in ihrem Privatleben, wie das Men-schenblut im Konvente verschwendeten, besaßen in der nächstenUmgebung von Paris Lustorte, geheime und allein stehendeHäuser, wo sie, in den gemeinsten Ausschweifungensich wälzend, in unseren Tagen die Scenen von Capräerneuerten.
„Robespierre besaß in Maisons ein von einem herrlichenParke umgebenes und von einem Emigranten herrührendes
1) Studien über die Revol., B. II. S. 217.