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[2. Band.]
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Verfahren verzeichnen. Dasselbe war höchst einfach. Dienoch lebenden und sterbenden Triumvirn werden gegen dreiUhr Nachmittags vor dasselbe Tribunal, das gestern noch mitihren Opfern angefüllt war, gebracht.

„Bist du Robespierre? Bist du Saint-Just? Bist duCouthon? Bist du Henriot? Bist du Dumas?" fragt derPräsident des Tribunals. — „Ja," antwortet Jeder der Ge-fangenen. Die von zwei Zeugen unterzeichnete Antwort wirdniedergeschrieben und Alles ist geschehen.

Am Abende gegen sieben Uhr öffnet sich das Gitterthordes Justizpalastes, um die Karren einzulassen. Unter wildemGeschrei, Drohungen und Todesgebriill wird der Transportdurch die ganze Straße Saint-Honore bis zum Revolutions-platze bewerkstelligt. Die Zahl der Verurteilten, welche, dieHände auf den Rücken gebunden, auf den Karren stehen odersitzen, beträgt zweiundzwanzig. Ihr noch geringes Alter zeigtdeutlich, daß die Meisten erst vor kurzer Zeit im Colleg ge-bildete Republikaner sind: Robespierre der Aeltere ist 35 Jahrealt, Couthon 38, Lavalette 40, Henriot 33, Dumas 37, Saint-Just 26, Payan 27, Vivier 50, Gobeau 26, Lescot-Fleuriot39, Nobespierre jun. 34, Bernard 34, Gency 33, Simon (derSchuster) 58, Laurent 33, Warmä 29, Forestier 47, Guerin,d'Hasart, Cochefer, Bougon und Quenet ohne Altersangabe.')

Besonders hafteten die Blicke auf dem Karren, welcherdie beiden Robespierre, Couthon, Saint-Just und Henriotträgt. Diese Götter des vorhergehenden Tages, jetzt verstüm-melt und mit Blut bedeckt, gleichen Banditen, welche die Gens-d'armerie in den Wäldern überrumpelt hat und die nur mitWaffengewalt hatten festgenommen werden können. Als dertraurige Zug bei dem Schaffote angelangt war, hoben dieKnechte des Scharfrichters Robespierre vom Wagen, zogen ihmden auf seinen Schultern zugeknöpften blauen Frack aus undlegten ihn zu Boden, bis der Augenblick kam, da auch er den

1) Moniteur v. 6. Fructidor des Jahres II.