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Und doch waren diese schristgelehrten Generationen, wieauch das Volk getauft, wie das Volk mit einer christlichenMilch genährt worden; wie das Volk hatten sie christlicheMütter, bekannten sich bis zu ihrem Eintritte ins Colleg zuder Religion ihrer Mütter, erfüllten deren Pflichten mit Ueber-zeugung, mitunter selbst mit einer rührenden Frömmigkeit:durch welche Mittelstraße sind sie gegangen? Welche neueTaufe haben sie empfangen?
Und doch hatten diese Generationen tüchtige Lehrmeister.Bis zur französischen Revolution wurden sie ausschließlich vonden Jesuiten den Oratorianern, den Brüdern von der christ-lichen Lehre, von dem Regulär- und Secularklerns erzogen/Der Secularklerus und die mit dem Unterrichte sich befassen-den Klosterorden waren mächtig und geachtet; sie waren reichan talentvollen, gelehrten und tugendhaften Männern; dieFamilien waren insgemein christlicher als heutzutage undgläubiges Leben in der Gesellschaft viel verbreiteter. Damalsbestand noch keine Preßfreiheit, keine Laien-Concurrenz, keinUniversttätsmonopol.
Ihr sprecht: Wie die Schüler, so die Meister. Gut;allein daraus schließe ich, daß die Meister dieser Genera-tionen weder die Klosterorden, noch die Weltpriester waren;sie waren nur die Repetenten und Studienlehrer.Die Erzieher dieser Generationen sind jene Männer, derenBild sie führen. In allen Erziehungsanstalten sind die eigent-lichen Lehrmeister die Männer, deren Schriften und berühmteThaten der Jugend tagtäglich erklärt, erläutert und zur Be-wunderung vorgeführt werden. Die eigentlichen Professorensind: Homer, Demosthenes, Cicero, Horaz, Virgil, Titus Li-vius, Sallust, Plutarch, Cäsar, Brutus, Alexander, Themi-stokles. Hinter diesen Riesengestalten erblicke ich ein schwar-zes Männchen, den man Professor nennt. Allein dieses istnur ein einfaches Sprachrohr, ein Dolmetscher, ein Erklärer.')
t) Die Erziehung wird durch die Mittheilung der Gedanken und An-