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[2. Band.]
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Er hat nur Eines zu lehren, die Bewunderung. Sinnen undTrachten, um neue Schönheiten in dem Vorbilde, das ererklärt, aufzufinden, ist seine Rolle; die Geltendmachung der-selben begründet seine Gediegenheit. Die Kindheit bedarf desAntriebes, die kalte Kritik würde Gleichgültigkeit und Wider-willen hervorrufen. Es muß also mit Lust oder Widerwillenbewundert, gerühmt, betont, es muß, ehe die Statue aufge-richtet wird, das Piedestal hergestellt werden. Dies ist derVerlauf der Dinge.

Als Repetenten und Studienlehrer haben die Professorenin der Sutane auch die Conscquenzen ihres Standes zu er-tragen. Wenn diese aus ihren Händen hervorgegangenen Ge-nerationen Herrinnen ihrer selbst, Herrinnen der Gewalt ge-worden sind, wenn sie den Geist, mit dem sie im Collegbeseelt wurden, an den Tag geben und die Lectionen, die siebehalten hatten, praktisch üben konnten, haben sie die Ordens-leute und Priester verhöhnt, vertrieben, verbannt und guillo-Linirt; hierauf haben sie ihre eigentlichen Professoren, diePhilosophen, Dichter, Redner und Demokraten des Alterthums,auf den Schild erhoben, sie mit Beifall begrüßt, ihnen Weih-rauch gestreut, sie angerufen und selbst in ihren wahnsinnigstenExcessen nachgeahmt.

Nicht das Geringste ist anders geworden. Mit denselbenLehren genährt, von denselben Lehrern erzogen, werden dieGenerationen des Collegs, was sie gestern thaten, auch morgenthun, wenn sie die Gewalt an sich bringen. Man sehe dochnur, was sich vor unseren Augen zuträgt. Gäbe es in Europa

sichten, diese aber durch das geschriebene oder gesprochene Wortgegeben. Im gewöhnlichen Unterricht dient das gesprochene Wortnur als Hülfe und Erklärung des geschriebenen Wortes und be-zweckt, letzteres zu beseelen, zu entwickeln und ihm triumphirendEingang in die Gemüther zu verschaffen. Daher die dem Professorertheilte richtige Bezeichnung Lector und Lection für den Unter-richt: Dector, leetio, prssleotio.