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[2. Band.]
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329
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O Tag des Glückes, Tag der Zärtlichkeit,

Wo der Eifer unsre Lieder hat beseelet!

Um das Alter heut zu ehren,

Wollen unsre schwachen Laute wir vereinen.

Das edle Beispiel, so man heut uns gibt,

Macht uns die guten Sitten lieben.

Der Tugend, die man heut bekränzt,

Wollen wir auch Blumen streuen.

Jenen traurigen Heraklitus vermeidend,

Der über unsre kleinsten Sünden weinte,

Demokritus, den Schalk, der sich

Die ganze Welt zum Ziele seines feile» Spottes nahm:

Wußten unsre Greise immer zu gefallen

Durch Fontenelle's und Voltaire's und Anacreon's,

Des immer Singenden, Reiz und Fröhlichkeit.

S. 77.

Hymnus des Bürgers Plancher Valcour.

Mel. Während Alles schlummert rc.

In Schweigen höreDas Ohr unsre Accorde!

Schönheit, Jugend, Kindheit —

Nun mäßiget, was euch bewegt und rührt.

Wir feiern,

Wir bekränzen

Die Tugend und die Weisheit;

Bet ihrem Blick beweget und ergriffen

Besingen schüchtern, von heil'ger Furcht durchdrungen,

Wir das Alter.

Rom, Olympia und Athen,

Theben, Sparta, LesbosBekränzten einst die Helden,

Die ihre Fesseln sprengten;

Sie feierten,

Bekränzten

Die Schönheit und die Jugend.