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[2. Band.]
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Iwien und sinnig geordnete Guirlanden verzieren die ganzeFapade des Baudenkmals; spiralförmige Kränze umgeben die'Säulen und jede von ihnen trägt einen der verschiedenen Titel^von Voltaires Werken, in zweiunddreißig Schildern einge-schlossen. Auf dem Giebel des Gebäudes steht die Inschrift:

Mit dreiund achtzig Jahren schrieb er die Irene.')

Bei Ankunft des Zuges öffnet sich die durch ein Be-hänge verschlossene Borhalle und zeigt im Hintergründe diehellerleuchtete Figur Voltaire's. Bald nachher erblickt mandie angesehensten dramatischen Personen, die er auf dieBühne gebracht hat; dieselben kommen in ihren Kostümenund mit allen ihren Attributen und erweisen dem schas-senden Genius, der sie so würdevoll dargestellt hat, ihre Hul-digung. Brutus überreicht ihm einen Lorbeerbün-del, Orosmane die Wohlgerüche Arabiens, Alzire die Schätze! der neuen Welt, Nanine einen Rosenstrauch; während dieser! Dankscene führt eine liebliche Musik die Chöre der OperSamson mit vollem Orchester auf.

^ Es w>ar Nacht, als der Zug unter dem Scheine der^Fackeln unv festlichen Beleuchtung den Rückweg antrat; erst^ um zehn Uhr Abends kam er in's Pantheon, allwo die sterb-lich e Hülle Voltaire's mit der ganzen diesem Triumph-feste angemessenen Pracht beigesetzt wurde.

„Diese Ceremonie," fügt der „Moniteur" bei, „ist einächtes Nationalfest gewesen. Ueberall sah man die BüstenVoltaire's bekränzt, man konnte die bekanntesten seiner un-vergänglichen Werke lesen; sie alle waren in Jedermanns§Munde. Den ganzen Weg entlang, welchen dieser prächtigeZug zurückgelegt hat, besetzte eine unzählbare Menge von

2) S. Tournees msmorsblss äs lu rsvol., B. I. S. 287 — 294 undMoniteur vom 13. Juli 1791.