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Auf dem Vordertheile befindet sich eine amphitheatralischeEstrade; auf derselben stehen fünfzig junge Mädchen, weiß ge-kleidet mit blauen Gürteln, einen Kranz von Rosen auf demHaupte und eine Bürgerkrone in der Hand, in Reihe undGlied. Zwei von ihnen zeichnen sich durch lange Trauerklei-der aus; es sind dies die Töchter des Calas. Frau von Bil-lette, welche Voltaires väterliche Zärtlichkeit adop-tirt hatte, tritt jetzt vor, um auf das Haupt der Statueihres Oheims einen Kranz zu setzen; von den lebhaftestenGefühlen der Liebe und des Schmerzes hingerissen, umschlingtsie den ««beseelten Marmor, welcher die Erinnerung an seinegeliebten Gestchtszüge auf's Neue weckt, und bedeckt ihn mitihren Küssen. Bei dieser rührenden Scene werden alle Zu-schauer auf das Tiefste ergriffen und die Trauerklänge einerherzzereißenden Musik vermehren noch die allgemeine Bewegung.
Hierauf singt man im Chor Strophen einer von Chossecin Musik gesetzten Ode Chonier's.
Nachdem die Station vorüber, setzt sich der Zug, welchemsich Frau von Billette, umgeben von der Familie Calas, LaHarpe, der auch ein Adoptivsohn Voltaires war,und eine zahlreiche Schaar weißgekleideter und mit dreifarbigenGürteln und Bändern geschmückter Damen anschließen, wie-derum in Bewegung und wendet sich nach dem Nationaltheater,dem heutigen Odeon.
Vor dem alten Platze der französischen Comödie, in derStraße der Fossös-Samt-Germain-des-Pros, die sich aufder Passage des Triumphwagens befindet, gelegen, steht einevon zwei Genien gekrönte Büste Voltaire's, auf welcher untenzu lesen ist:
Im siebenzehnten Jahre schrieb er seinen Oedipus.')
Im Odeon ist den Manen des Patriarchen von Ferneyeine neue Huldigung vorbehalten. Die prächtigsten Drape-
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