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[2. Band.]
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dig ist, dem sie beseelenden Gefühle nachzugeben,^ würde die geheiligten Rechte des Eigenthums befriedigen,wenn sie den Beschluß fassen und zum Behufe der Aus«^ führung an den Verfassungsausschuß überweisen würde, daßRousseau die den großen Männern zuerkannte Ehre erwiesenwerden soll." ')

s Dieser Antrag wird genehmigt, und am 21. Septembererscheint das Decret, welches Rousseau die Ehre des Pan-theon zuerkennt. Um den Enthusiasmus vorzubereiten, ver-ehrt Palloy der Versammlung am 6. October die in Reliefaus einem Steine der Bastille gehauene Büste Rousseau's.Die Versammlung bekundet ihren lebhaften Dank und decrc-tirt, daß diese Büste in dem Sitzungssaale aufgestellt werdensoll. Joseph Chenier verfaßt dagegen für den Tag des Festeseine Hymne, in welcher alle Stände und Lebensalter die Lob-preisungen des künftigen Halbgottes singen.

Endlich kommt der 20. Vendemiaire des Jahres III(11. October 1793), der, wie man sagte, für die schönste, diegriechischste Feierlichkeit, die man noch je erlebt, anberaumteTag. Am 18>> wird der die Ueberreste Rousseau's umschließendeAschenkrug won der Pappelinsel abgeholt und von denBürgern von Ermenonville triumphaliter in die GemeindeEmile, ehemals Montmorency, getragen. Hier verbleibtderselbe bis zum nächstfolgenden Tage.

Am 19. bricht der Zug gegen Paris auf. Um sechs UhrAbends kommt er auf den Revolutionsplatz und bleibt an derWendelbrücke unter der Ruhmesgöttin stehen, die derganzen Welt die Apotheose eines großen Mannesanzumelden scheint. Hier soll eine Deputation des Conventsdie Ueberreste Rousseau's in Empfang nehmen.

Der Aschenkrug, ehrerbietig auf einem mit Guirlanden

1) Monit. vom 30. August 1791.

2) Ders. vom 7. Oct. Man sehe auch Moniteur vom 16. April 1794,woselbst Rousseau der größte Moralist genannt wird.