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[2. Band.]
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Am folgenden Tage betritt der Vicepräsident Boissel dieTribüne in dem Sitzungssaal des Klubbs der Jakobiner unddrückt sich also aus:-„Bürger, ich soll Euch Rechenschaft überdie Ausführung Eueres Beschlusses geben, kraft dessen Ihrden Manen des I. I. Rousseau eine Bürgerkrone zu-erkennt. Als der Wagen, welcher die Büste dieses Philosophentrug, am Eingänge dieses Raumes hielt und während einjunger Bürger den Kranz auf das Haupt des Jean-Jacquessetzte, hat Euer Vicepräsident das Wort ergriffen und zu demVolke gesprochen: „Bürger, der Verein der Freunde der Frei-heit und Gleichheit, unwandelbare Anhänger, Ver-theidiger und Verehrer der Grundsätze und der Lehrendes unsterblichen Jean-Jacques, gibt durch das Geschenkeiner Bürgerkrone an die Manen dieses glühenden Freun-des der Menschheit seinen Entschluß zu erkennen, ihn beständigzum Vorbilde und Führer bei seinen Arbeiten zu wählen....«

„Bürger, diese Rede ward mit Beifallsbezeugungen über-schüttet: Euer Vicepräsident ist eingeladen worden, den Wa-gen zu besteigen, um die vier Lebensalter darzu-stellen. Er hat sich zu Füssen der Wittwe Jean-Jacquesgesetzt. Anis diese Weise ward er bis ins Pantheon geführt." ')

Wie man steht, wetteifert die Apotheose Rousseau's mitjener Voltaire's. Nie hat Paris dem Erlöser Jesus Christusglänzendere Huldigungen dargebracht; niemals ward zur Ehredes Sohnes Gottes eine feierlichere und prächtigere Processtonveranstaltet als jene, bei welcher man die Leichname Voltairesund Rousseau's im Triumphe spazieren fuhr, sie zur öffent-lichen Verehrung ausstellte und feierlich in eine ihr Sank-tuarium gewordene katholische Kirche brachte. Voltaire undRousseau, in der Hauptstadt Frankreichs wie der Heiligsteder Heiligen geehrt, die Revolution seit sechzig Jahren Europaund der Welt das unerhörte Schauspiel der in dieselbe Kirche,wie Jesus Christus selbst, gebrachten Koryphäen der sittlichen

1) Moniteur vom 26. Vend. des Jahres III.