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das sich aus diesem Grunde auch Voltaires Wohlgefallen er-worben hat.
Als das getreue Echo seiner Erziehung fleht der Verfasserdes Jahrhunderts Ludwig's XIV. im Gebiete der Beredsam-keit, der Poesie, der Kunst, der socialen Institutionen, derPhilosophie nichts Großes als die Jahrhunderte, in welchender Paganismus geherrscht hat: die antiken Jahrhunderte, woer als unbeschränkter Gebieter herrschte; die modernen Jahrhun-derte, wo er durch seinen Geist und die Nachahmung seiner Werkeherrschte. Alle anderen Jahrhunderte mit ihren Künsten, ihrerBeredsamkeit, ihrer Philosophie, ihren Institutionen, ihrengroßen Männern werden entweder gar nicht berücksichtigt odernur insofern, als man sie in das Capitel der die Menschheitbeschämenden Thatsachen aufnimmt.
„Jeder, der denkt," sagt er, „und, was noch seltener,Jeder, der Geschmack hat, zählt nur vierJahrhundertein der Geschichte der Welt. Diese vier glücklichenJahrhunderte find jene, in denen die Künste vervollkommnetwurden und die, eine Epoche der Größe des Menschengeistes,der Nachwelt als Beispiel voranleuchten.
„Das erste dieser Jahrhunderte, mit denen der wahr-hafte Ruhm verknüpft ist, ist das Jahrhundert Philipp'sund Alexanders oder das der Perikles, Demosthenes, Aristo-teles, Plato, Apelles, Phidias, Praxiteles; diese Ehre ist aufdie Grenzen Griechenlands beschränkt geblieben. Die ganzeübrige damals bekannte Welt war barbarisch.*)
„Das zweite Zeitalter ist das der Cäsar und Augustus,auch durch die Namen der Lucretia, des Cicero, Titus Livius,Virgil, Horaz, Ovid, Varro und Vitruvius bezeichnet.
„Das dritte ist jenes, welches der Einnahme Konstanti-nopels durch Mahomed II. folgte. Damals sah man in Ita-lien eine Gesellschaft von schlichten Bürgern ausführen, wasalle europäischen Fürsten hätten unternehmen sollen. Die Me-
1) Also auch selbst Judäa.