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laß beruft und für welche er eine bis zu seinem Tode dauerndeausschließliche Bewunderung an den Tag legt, unablässig be-fehdet.
Was nun Rousseau anlangt — wer hat ihn gebildet?In welchem Alter hat er die republikanischen Grundsätze, derenunermüdlicher Apostel er ist, empfangen? In welcher Schulehat er die socialen Utopien geschöpft, die er beständig währendseines ganzen Lebens geltend zu machen sucht, die endlich nachseinem Tode mit der Revolution triumphiren und noch heuteder Ausgangspunkt aller Feinde der Gesellschaft sind? Diesessind die Fragen, die wir nun prüfen werden.
Jean Jacques Rousseau, Sohn eines Uhrmachers ausGens, ward am 28. Juni 1721 in dieser Stadt geboren. Schonbei der Geburt seiner Mutter beraubt, verbrachte er seineersten Jahre in der Gesellschaft seines Vaters, der ihm mitder Milch seiner Amme die Milch des Heidenthums zu trinkengab. ')
Hören wir Rousseau selbst: „Im achten Jahre", sagter, „ward Plutarch meine Lieblingslectüre. Das Ver-gnügen, das ich bei der jedesmaligen Repetition seinesBuches empfand, heilte mich einigermaßen von den Romanen,und bald gab ich dem Agesilaus, Brutus und Aristides denVorzug vor Orondates, Artamenes und Juba. Aus dieseninteressanten Schriften, aus den Unterredungen, die sie zwi-schen meinem Vater und mir veranlaßten, bildete sich der freieund republikanische Sinn, der unbändige und stolze, gegenjedes Joch und jedwede Knechtschaft empörte Charakter, dermich die ganze Zeit meines Lebens und in Verhältnissengeplagt hat, die am Wenigsten geeignet waren, ihm den ge-hörigen Lauf zu lassen.
„Unablässig mit Rom und Athen beschäftigt und so
l) Feller sagt: „Die ersten Schriften, die Rousseau las, waren Ro-mane; später las er einige gute Bücher, wie zrm Beispieldie Lebensbeschreibungen des Plutarch!"