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preist sich glücklich, wenn er wie Sophokles Athen nochim achtzigsten Jahre zu bezaubern vermag." ')Welch ein Beispiel für Jedermann! Welche Warnungfür die Familienvater! Welche Lehre für die Jugenderzieher!
Neuntes Kapitel.
Rousseau.
Seine Rolle in der Philosophie des achtzehnten Jahrhunderts— Er greift die bestehende sociale Ordnung an, um sie durch dieInstitutionen des Alterthums zu ersetzen — Rousseau, Schülerdes Piutarch — Seine Worte — Lobpreisung der Renaissance —Nothwendigkeit für die Völker, in die Quellen des Alterthums einzu-tauchen — Mittel — den Naturzustand und die Regierung Lacedämouszum Ausgangspuncte nehmen — Analyse des Contrat social —System der abscheulichsten Sklaverei-Der Communismus und So-cialismus des Lykurg sind durch Rousseau auf uns gekommen.
Voltaire und Rousseau sind die beiden Patriarchen derPhilosophie des achtzehnten Jahrhunderts. Die Zerstörungder bestehenden religiösen und socialen Ordnung ist der ge-meinsame Zweck ihrer beiderseitigen Bemühungen; allein dieGeschichte lehrt uns auch, daß in diesem wahnsinnigen KriegeJeder von ihnen seine besondere Rolle hat, Voltaire die Auf-gabe, das Christenthum zu untergraben, Rousseau jene, dieGesellschaft zu erschüttern. Wir haben gesehen, daß Voltairefür diesen gottlosen Kampf bewehrt und bewaffnet aus demColleg getreten war; wir haben gesehen, wie er als Sohnseiner Erziehung das Christenthum während feines langenLebens im Namen der Griechen und Römer, deren Geist ihnbeseelt, auf deren Beispiele und Maxime er sich ohne Unter-
> 1) La Harpe, Lobrede auf Voltaire, und Suchet, Leben Voltaire's,
B. II, S. 238.
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